Rettungs-Rückblende macht Magath Mut

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Das macht Mut: Im Mai feierte der VfL Wolfsburg bei der TSG 1899 Hoffenheim durch einen 3:1-Sieg im Abstiegsfinale den Klassenerhalt. Mit diesen Erinnerungen im Gepäck wollen die Wölfe nun am Sonnabend abermals in Sinsheim gewinnen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Als der VfL Wolfsburg das letzte Mal gen Sinsheim aufbrach, standen 14 Nonstop-Jahre in der Fußball-Bundesliga auf der Kippe. Mit einem 3:1 im Abstiegs-Finale bei der TSG 1899 Hoffenheim feierten Felix Magath und Co. Mitte Mai ein Happy End. Genau diese Positiv-Erinnerungen sollen die Wölfe vier Monate später am selben Ort beflügeln.

Dieses Mal geht es vor dem Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr) beschaulicher zu. Kein Alles-oder-nichts-Charakter, dazu der jüngste Trendbrecher gegen Schalke (2:1). Die zarten Aufwärtstriebe sollen sich im September zur Blütezeit ausweiten. Mit dem guten Gefühl an das besagte Retter-Spiel im Hinterkopf. „Dass wir in diesem Stadion im letzten Spiel die Klasse gehalten haben und ein großes Erfolgserlebnis hatten, nehmen wir auf jeden Fall mit“, meint Magath. „Das sollte uns helfen und in diesem schwierigen Spiel auch ein Stück Sicherheit geben.“

Aber nicht nur deshalb sei er frohen Mutes, dass der VfL morgen ein gutes Ergebnis erzielt. Wolfsburgs Baumeister hat einen leichten Umschwung registriert. Wobei er nach dem Schalke-Befreiungsschlag nicht in Euphorie verfällt. Magath: „Genauso wie ich nach einem verlorenen Spiel nicht in Panik ausbreche, reiße ich nach einem Sieg jetzt auch nicht die Arme hoch. Aber die Mannschaft wächst zusammen.“ Anfangs hätten die VfL-Profis noch zu sehr auf sich selbst geschaut, das hätte gegen Königsblau schon anders ausgesehen. „Wir sind geschlossen aufgetreten und haben uns nach einem Rückstand zurückgekämpft“, sagt der Coach. Nur: In Hoffenheim gilt es zu bestätigen, dass dies keine Eintagsfliege war.

Allerdings ist Magath auch der Positiv-Prozess beim Gegner nicht verborgen geblieben. „Auswärts mit 4:0 in Mainz zu gewinnen, das muss man erst einmal schaffen“, zieht Wolfsburgs Trainer den Hut vor dem jüngsten Coup der TSG. „Wir haben ein schwieriges Spiel vor der Brust.“ Zumal Magath die Arbeit seines Hoffenheimer Pendants Holger Stanislawski schätzt. Beide eint die Hamburger Vergangenheit, deshalb hege er durchaus Sympathien für den jungen, ehrgeizigen Kollegen. „Ich sehe gute Chancen, dass er sich mit seiner Mannschaft oben festsetzen wird“, bekräftigt Magath. „Allerdings hoffe ich, dass die gute Entwicklung am Wochenende noch einmal stoppt.“ Und die des VfL weiter voranschreitet.

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