Fußball – DFB-Pokal: Schmidts Wolfsburg-Serie reißt heute im Niedersachsen-Derby

Remis wird’s nicht geben...

Ein unangenehmer Widersacher: Das bekamen die Spieler des VfL Wolfsburg (r. Divock Origi) schon im Punktspiel gegen Hannover 96 (Manuel Schmiedebach) zu spüren. Die Partie endete 1:1. Heute Abend kommt es zur Neuauflage in der VW-Arena. Foto: picture-alliance
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Ein unangenehmer Widersacher: Das bekamen die Spieler des VfL Wolfsburg (r. Divock Origi) schon im Punktspiel gegen Hannover 96 (Manuel Schmiedebach) zu spüren. Die Partie endete 1:1. Heute Abend kommt es zur Neuauflage in der VW-Arena.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Wolfsburg. Dieses Mal gibt es „definitiv kein Unentschieden“, stellte Martin Schmidt fest. Das verhindern die Gesetze des DFB-Pokals mit Verlängerung und Elfmeterschießen.

In seinem sechsten Pflichtspiel als Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg wird der irre Remis-Reigen unter seiner Regie am heutigen Mittwoch gegen Hannover 96 (18. 30 Uhr) ein Ende haben. Bleibt nur die Frage: Landet Schmidt im Niedersachsen-Cupduell seinen ersten Sieg mit den Wölfen? Oder reißt die Serie mit einem Negativ-Erlebnis?.

Amüsanterweise endete auch das Meisterschaftsspiel Anfang September zwischen den rivalisierenden Nachbarn mit einem 1:1-Unentschieden. Das Wolfsburger Standard-Ergebnis in Heimspielen mittlerweile. Damals saß allerdings noch Andries Jonker auf der VfL-Trainerbank. Eine Woche später nach der 0:1-Pleite in Stuttgart musste er seinen Hut nehmen...

Geschichte. Wobei es auch in der Gegenwart bei den Grün-Weißen noch nicht wirklich besser aussieht nach fünf Punkteteilungen am Stück unter Schmidt. Doch diesem grauen Alltag können die Wölfe heute Abend entfliehen. Mit einem großen Ziel vor Augen. Noch einmal ins Finale nach Berlin nach dem glorreichen Triumph 2015 gegen Borussia Dortmund – das wär’s aus Sicht der Verantwortlichen und Spieler. „Der Glaube daran muss da sein, das ist das Wichtigste“, betonte Schmidt. Doch zunächst einmal zählt nur das Zweitrunden-Match gegen 96. Und das wird kein Selbstläufer, stellte Schmidt klar. Durch den jüngsten 2:1-Erfolg in Augsburg ist die kurzzeitig verlorene Euphorie beiden Roten zurück. „Dieses Selbstbewusstsein strahlen sie aus“, so der VfL-Coach. Zudem habe sein Kollege Andre Breitenreiter Hannover eine klare Handschrift verliehen. „Ein komplexer Gegner, bei dem man auch einen Plan B braucht.“

Apropos: Eine B-Elf wird es zwar nicht sein, die Schmidt im Kampf um die niedersächsische Krone ins Rennen schicken wird. Aber in der Startelf dürfte sich einiges tun. „Es geht darum, gescheit zu rotieren, um ein frisches Team zu haben“, sagte er angesichts von drei Pflichtspielen binnen einer Woche. Kandidaten sind neben Yunus Malli – er hat seine Rückenprobleme überwunden – die Innenverteidiger John Anthony Brooks und Jeffrey Bruma. „Beide sind voll im Training und brennen langsam darauf zu spielen“, erklärte Schmidt. Wahrscheinlich wird nur einer der beiden von Beginn an auflaufen. „Wenn es bei einem Spieler wie Felix Uduokhai gut läuft, sollte man ihn auch nicht bremsen“, so Schmidt zu der von 1860 München geholten Abwehr-Entdeckung der Saison.

Von Beginn an dürfte Nationalspieler Mario Gomez auflaufen, der gegen Hoffenheim eingewechselt worden war. Der zuletzt als Mittelstürmer spielende Divock Origi könnte dafür nach Außen ausweichen.

Von Ingo Barrenscheen

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