Fußball – Bundesliga: VfL-Trainer Labbadia trifft auf seinen Ex-Klub Leverkusen

Reise in die Vergangenheit

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Im Hinspiel gingen Bayer 04 Leverkusen und der VfL Wolfsburg (rechts Koen Casteels) mit einem 2:2-Unentschieden auseinander. Nun sitzt Bruno Labbadia auf dem Trainerstuhl der Wölfe.

Wolfsburg. Für Bruno Labbadia, den neuen Trainer vom VfL Wolfsburg, ist es eine Reise in die Vergangenheit. Denn bei seinem Heimdebüt in der Volkswagen Arena ist am morgigen Samstag (15.30 Uhr) sein Ex-Klub Bayer 04 Leverkusen zu Gast.

In der Saison 2008/2009 war der 52-jährige Übungsleiter bei der Werkself in der Fußball-Bundesliga. Doch für ihn ist dieses kurze Intermezzo kein Thema mehr. „Sobald ich bei einem Verein bin, tauche ich sofort ein, auch emotional. Meine ganzen Emotionen gehören dem VfL.“ Die Rheinländer sind gut in die Rückrunde gekommen. Doch in den vergangenen Spielen war dann wieder etwas Sand im Getriebe, wie bereits zu Beginn der Spielzeit. Aus den vergangenen vier Bundesligapartien holte die Werkself lediglich vier Zähler, rutschte in der Tabelle wieder etwas ab auf Rang fünf.

Bei der Vorbereitung auf das Heimdebüt wurden die Qualitäten des Gegners natürlich sorgfältig analysiert. Doch der neue VfL-Coach konzentriert sich zum größten Teil lieber auf seine eigene Mannschaft. „Ich bin ein großer Fan davon, mich zu 90 Prozent auf meine Schützlinge zu konzentrieren. Ein Ziel ist es, ihnen noch mehr Sicherheit zu vermitteln.“

Laut Labbadia sei es nur selten möglich einen festen Matchplan durchzuziehen. „Zwar kann und muss man einen guten Plan haben. Aber es ist eben nicht alles planbar. Daher müssen wir vor allem auf neue Situationen auch reagieren können“, so der Fußball-Lehrer weiter. Die mannschaftliche Geschlossenheit steht bei ihm immer im Vordergrund. Dabei betont Labbadia die Wichtigkeit jedes einzelnen Spielers, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen: „Wir brauchen von jedem Einzelnen ein Stück Schub.“ Nicht nur die erste Elf, sondern auch die Bankspieler und übrigen Trainingsteilnehmer: „Diese Impulse brauchen wir. Jeder wird gebraucht! Es ist unheimlich wichtig, dass jeder Spieler hellwach ist, damit er dann auch reingeschmissen werden kann.“

Noch stehen die Grün-Weißen knapp über dem Strich mit dem 15. Platz. Doch die Lage wird immer bedrohlicher für die Wölfe. Vor allem weil am vergangenen Spieltag einige Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel Punkte geholt haben. Zur Tabellenkonstellation erklärte Labbadia: „Wir haben es selbst in der Hand, die Ausgangslage zu erhalten oder auszubauen. Dazu müssen wir uns in die Position bringen, nicht mehr von anderen Mannschaften abhängig zu sein.“

Dabei haben sich die Personalsorgen beim VfL Wolfsburg nicht unbedingt verbessert im Gegensatz zu den vorherigen Matches. Neben den Langzeitausfällen John Anthony Brooks, Marcel Tisserand, Felix Ohis Uduokhai, Jakub Blaszczykowski, Sebastian Jung, Ignacio Camacho und Yannick Gerhardt muss der Wölfe-Chefcoach auch um die Einsätze von Gian-Luca Itter und Victor Osimhen bangen. Die beiden Letzteren haben noch mit muskulären Problemen zu kämpfen und es müsse „abgewartet werden“, ob die beiden Akteure einsatzfähig sind. Ohnehin musste der Trainerstab in den Übungseinheiten „viel improvisieren, weil immer wieder jemand ausgefallen ist.“

Von Jannis Klimburg

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