Lob – Das reicht nicht mehr!

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In der letzten Saison waren Kevin de Bruyne (M.) und Sebastian Jung (r.) noch Gegner. Nun ziehen sie am selben Strang. Und wollen für den VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt den ersten Saisonsieg holen.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Die Leistung stimmte, der Ertrag wieder einmal nicht. Und das Lob tat dem VfL Wolfsburg nach dem verpatzten Auftakt der Fußball-Bundesliga bei Meister FC Bayern München (1:2) noch einmal mehr weh. „Das Schlimmste ist es doch, wenn man dann am Sonntag auf dem Kreisliga-Sportplatz steht und jeder sagt: Mensch, ihr habt aber gut gespielt. Dafür können wir uns nichts kaufen“, ärgerte sich VfL-Trainer Dieter Hecking vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sonnabend, 15.30 Uhr) weiter über die Pleite.

Lob für eine gute Leistung und trotzdem mit leeren Händen nach Hause fahren. „Das reicht uns nicht mehr“, verdeutlichte Manager Klaus Allofs, dass sich die Grün-Weißen beim nächsten Schritt auf dem Weg nach oben nicht mehr einlullen lassen wollen. Die Mannschaft müsse begreifen, dass „wir eine Mentalität entwickeln müssen: Da wo etwas drin ist, müssen wir uns auch belohnen“, erklärte Hecking, der diese Entwicklungsstufe als die nächste und zugleich schwierigste einordnet. Für Allofs ist das Erlernen der Konsequenz „das Thema der Saison“. Oder der nächsten Jahre. „Da müssen wir uns hinentwickeln.“

Erster Prüfstein sind die Frankfurter, die sich am ersten Spieltag knapp gegen den SC Freiburg (1:0) durchsetzten. „Ein Arbeitssieg“, so Hecking, der im Spiel der Eintracht nicht „viel überraschendes“ gesehen hatte. Trotzdem geht der Wolfsburger Coach davon aus, dass sich die Hessen mit dem langjährigen Bremer Trainer Thomas Schaaf beim VfL noch einmal verbessert zeigen werden. Das ist aus Sicht der Wolfsburger Macher aber nicht ausschlaggebend für den Ausgang der Partie. Wie in München werde es wieder am VfL selbst liegen, „ob wir das Spiel gewinnen oder nicht“, so Hecking, der mehr Konsequenz im eigenen und im gegnerischen Strafraum fordert.

„Wir müssen versuchen, einfache Fehler zu vermeiden“, unterstrich Hecking, der einen auf Konter lauernden Gegner erwartet. „Frankfurt wird sicher etwas tiefer stehen, als die Bayern. Darauf müssen wir uns einstellen und brauchen gutes wie sicheres Passspiel in unseren Aktionen“, so Hecking. Und mehr Konsequenz im Spiel. Sonst müssen sich Trainer und Manager wieder die vielen nachträglichen Komplimente anhören.

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