Fußball – Bundesliga: Wolfsburg tritt nach Nullnummer gegen Augsburg im Keller auf der Stelle

Vom Regen in die Torflaute...

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An ihm lag es ganz gewiss nicht: Wolfsburgs Youngster Paul Jaeckel (l.) machte ein gutes Spiel gegen den FC Augsburg (Sergio Cordova). Doch der VfL tritt trotzdem weiter auf der Stelle.

dpa/ib Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg hat in turbulenten Zeiten bei Hauptsponsor Volkswagen ein sportliches Ausrufezeichen im Abstiegskampf versäumt. Die Wölfe kamen am Freitag, den 13. , zum Auftakt des 30.

Das tut weh! Felix Uduokhai flog vom Platz und sein VfL spielte nur 0:0.

Spieltags in der Fußball-Bundesliga trotz 32-minütiger Überzahl nicht über ein 0:0 gegen den FC Augsburg hinaus und bleibt daheim 2018 sieglos. Da war es nur ein schwacher Trost, dass die Grün-Weißen auf Platz 14 hochrutschten und zum dritten Mal ohne Gegentor blieben – damit wurde ein Vereinsrekord eingestellt.

Nach der Gelb-Roten Karte für Augsburgs Jan Moravek (54.) erspielten sich die Gastgeber vor 23 512 Zuschauern zwar einige gute Torchancen, schlossen in den entscheidenden Momenten aber nicht präzise genug ab. Zu allem Überfluss handelte sich auch noch gerade erst wiedergenesene VfL-Verteidiger Felix Uduokhai kurz vor Schluss die Ampelkarte ein (86.).

Der Führungswechsel bei VW und seine Folgen interessiere auch die Mannschaft, hatte Coach Labbadia vor der Partie gesagt. Er und seine Spieler wollten „auf dem Platz funktionieren“ und dem Verein dadurch helfen. In Hälfte eins allerdings funktionierte rein gar nichts. Ob es am Ausfall von Kapitän Ignacio Camacho (muskuläre Probleme) und Josuha Guilavogui lag? „Das hat uns das Herz ein bisschen gebrochen, weil sie die Stabilisatoren vor der Abwehr sind“, klagte Labbadia. Jedenfalls kamen die Gastgeber vom strömenden Regen in die Traufe – und später in die Torflaute. Die ersten 45 Minuten: von beiden Seiten Fußball zum Abgewöhnen! Augsburgs Torwart Marvin Hitz musste nur bei einer Flanke von Landry Dimata (31.) ernsthaft eingreifen.

Nach dem Seitenwechsel wurde es deutlich lebhafter. Einen Schuss von Jonathan Schmid lenkte VfL-Schlussmann Koen Casteels gerade noch um den Pfosten (48.). Dann schwächte Moravek die Gäste, als er binnen 83 Sekunden zweimal den Gelben Karton vom Hamburger Schiedsrichter Patrick Ittrich sah. Zumindest die zweite Verwarnung war fragwürdig.

Labbadia reagierte schnell, brachte Divock Origi als zweite Spitze. Doch kurz darauf hätten fast die Augsburger die Führung erzielt, als Joker Marco Richter die VfL-Abwehr nass machte und mit einem Lupfer die Latte traf (66.). Praktisch im Gegenzug ließ der junge Wolfsburger Verteidiger Paul Jaeckel mit einem satten Schuss ans Aluminium das FCA-Gehäuse erzittern. Origi vergab per Kopf aus sechs Metern eine glasklare Gelegenheit (72.).

Zählbares aber konnten die Wolfsburger auch in der Schlussphase nicht mehr erzwingen. Nach dem Platzverweis für Uduokhai war die Hoffnung auf einen Sieg dahin. „Wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt“, bemängelte Paul Verhaegh.

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