Reformation dank Rodriguez

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Ricardo Rodriguez sorgt beim VfL für eine Neuordnung.

ib Wolfsburg. Kaum da und schon einen Meisterhelden verdrängt: Ricardo Rodriguez hat beim VfL Wolfsburg für eine Neuordnung auf dem Spielfeld gesorgt.

Seit Sommer 2007 war die linke Verteidigerseite Hoheitsgebiet von Marcel Schäfer. Das ist jetzt anders! Wie schon in den Testspielen abzulesen war, schickt Felix Magath den achtfachen Nationalspieler zurück zu seinen Wurzeln – als Jugendlicher hatte Schäfer bei 1860 München als Mittelfeldspieler begonnen, ehe er zum Abwehrspieler umfunktioniert wurde. Nun also die Reformation.

Mit Rodriguez als Back-Up. Diskussionen darüber hätte es nicht gegeben, erklärte das Schweizer Top-Talent nach seiner Premiere gegen Köln. Dass ihm Magath aber auf Anhieb das Vertrauen als neuer Schäfer schenkt, mache ihn „stolz“. Mit seinem Vordermann harmonierte der teuerste Winter-Einkauf der Wölfe schon ganz ordentlich. Zwei Linksfüße unter sich. „So schlecht ist mein Rechter aber auch nicht“, merkte Rodriguez lächelnd an. Bester Beleg: Sein Bumms in der 50. Minute.

Dank der Mithilfe seines Landsmannes Diego Benaglio sei er beim VfL gut aufgenommen worden, so Rodriguez. An die Bundesliga müsse er sich dennoch erst gewöhnen. „Es ist viel schneller, härter – und es sind mehr Zuschauer da“, nannte der Mann mit der Nr. 34 die Unterschiede zum Schweizer Fußball. Dann dürfte ihn das kommende Spiel bei Bayern München noch mehr beeindrucken. Rodriguez ahnt: „Das wird nicht einfach.“ Der Rekordmeister hatte den Linksverteidiger auch auf dem Zettel. Mal sehen, ob Uli Hoeneß es nach dem kommenden Wochenende bereut, nicht zugegriffen zu haben.

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