Reden ist Silber, Siegen ist Gold

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Wird auch Hannover beim Liga-Start in die Knie gezwungen? Der VfL Wolfsburg (M. Naldo) reist zumindest mit einem guten Gefühl zum Niedersachsen-Derby.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Saison öffne dich! Die richtige Losung kennen Dieter Hecking und seine 28 Räuber. Nun müssen sie den Worten aber auch Taten folgen lassen, um an die Schatzkammer der 51. Saison in der Fußball-Bundesliga zu gelangen. Gleich der Auftakt am morgigen Sonnabend (15.30 Uhr) bei Niedersachsen-Rivale Hannover 96 wird zum Fingerzeig, ob die Wölfe tatsächlich die internationalen Plätze angreifen können.

Gefühle können trügen, sagte VfL-Coach Dieter Hecking zwei Tage vor dem Einstieg und der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte – nach vier Jahren für ihn „nichts Besonderes mehr“. Das Gefühl sagt: Grün-Weiß ist gut drauf. „Die Abläufe werden stimmiger, die Frische ist da, im Training herrscht Freude“, hat Hecking registriert. Und im Gegensatz zu manch anderem Bundesligisten, auch Hannover (nur 2:0 bei Viertligist Victoria Hamburg), erledigten die Wölfe ihre Aufgabe im DFB-Pokal bei Zweitligist Karlsruher SC recht souverän. Doch letztlich „kann ich noch so positiv reden, wie ich will – wenn wir verlieren, dann war es auch nicht das Gelbe vom Ei“, relativierte Wolfsburgs Trainer.

Leistung statt Lamentieren. So hält es auch Manager Klaus Allofs mit Blick auf die Serie und die Ziele seines Clubs. „Wir sind gut beraten – das haben wir auch aus dem Umfeld mitgenommen – den Mund bloß nicht zu voll zu nehmen und Taten folgen zu lassen.“

Hecking gibt nichts darauf, dass sich 96 im Cup als auch im Test gegen Halle nicht gerade mit Ruhm bekleckerte. „Das zählt am Samstag alles nicht mehr. Die Hannoveraner haben nach wie vor sehr viel Qualität im Spiel nach vorne und werden wieder versuchen, uns früh im Spielaufbau zu stören und festzunageln.“ Letztlich müsse sein Team selbst die Initiative ergreifen und dem „halben Heimspiel“ seinen Stempel aufdrücken.

Obwohl das Duell mit den Roten mittlerweile Normalität geworden sei, so hat Hecking freilich doch mit dem ein oder anderen alten Bekannten „Wetten laufen“. Auch Frotzeleien würden nicht ausbleiben. Erst recht nicht von seiner Seite, wenn der Auftritt mit dem VfL von Erfolg gekrönt sein sollte. Wolfsburgs Coach grinste: „Dann werde ich schön über das Maschseefest gehen...“

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