Fußball – Bundesliga: Casteels äußert Unverständnis zur Managerentlassung

Rebbe-Aus wenig „hilfreich“

+
Koen Casteels (hier gegen Bobby Wood) war bei den Gegentoren erneut machtlos, stellte sich aber dennoch den Fragen.

ct Wolfsburg. Woche für Woche stellt er sich den Medienvertretern, um dann immer wieder dieselbe Leier runterzubeten. Koen Casteels ist in dieser Saison Wolfsburgs mit Abstand bester Spieler in der Fußball-Bundesliga.

Der Einzige, der jede Woche liefert und doch, trotz persönlich guter Leistung, am Ende mit leeren Händen da steht. Der Frust ist auch deshalb nach dem 1:3 gegen den HSV groß beim VfL-Schlussmann, denn im Mannschaftssport reicht die gute Leistung eines Einzelnen nur sehr selten zum Erfolg des Gesamtkonstrukts.

„Es ist sehr, sehr enttäuschend“, sagte Casteels nach dem Schlusspfiff. Der Belgier wirkte ratlos, ob des neuerlichen Tiefpunkts. „Die zwei Gegentore vor der Pause haben uns wehgetan.“ Besonders mit dem 0:2 haderte der Keeper: „Den Elfer kannst du so mal bekommen, aber das zweite war dann wie ein Schlag.“ In der Pause hatten sich die Wölfe vorgenommen offensiver zu agieren, was angesichts des 0:2-Rückstands wenig verwunderte. Dass es mit dem Herausspielen von Torchancen wieder nicht richtig klappen wollte, konnte sich Casteels auch nicht erklären: „Ich wiederhole mich hier jede Woche. Aber das war der Grund, warum wir letztlich nur ein Tor über einen Standard geschossen haben.“

Und trotzdem versuchte Casteels den Blick nach vorne zu richten: „Wir haben noch zwei Chancen und ich hoffe, wir werden das jetzt machen.“ Über die Angst vor dem drohenden Abstieg wollte er indes nichts sagen.

Über den Zeitpunkt der Entlassung von Manager Olaf Rebbe so kurz vor einem der wichtigsten Spiele der Saison, äußerte sich der Keeper dagegen verständnislos: „So ein Managerwechsel hilft nicht in so einer Situation, aber die Entscheidung wurde von der Geschäftsführung getroffen und das können wir nicht beeinflussen.“ Maximilian Arnold, sah es ähnlich, ließ verlauten, dass das ganze Hick-Hack um den Managerposten durchaus negativ auf das Team gewirkt hat: „Das ging ja schon die ganze Woche. Man versucht, es nicht zu lesen, aber man kommt zwangsläufig drauf.“ Als Mitgrund für die Pleite ließ er das aber nicht durchgehen: „Es ist keine Ausrede, aber hilfreich ist es nicht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare