Fußball – Bundesliga: Stürmender Abwehrchef rettet nach Aluminium-Pech das 1:1

Rasantes Spiel mit irrem Brooks-Ende!

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Ein wildes, ein rasantes, ein umkämpftes Spiel: Die Wölfe (l. Marcel Tisserand, r. Maximilian Arnold) schenkten sich nichts mit der Eintracht aus Frankfurt.

Wolfsburg – Es grenzte schon an ein kleines Fußball-Wunder, dass diese Partie bis zur 78. Minute tatsächlich auf eine Nullnummer hinauslief. Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt lieferten sich am Ostermontagabend zum Abschluss des 30.

Hüpf-Dole: John Anthony Brooks bejubelt sein spätes Tor zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.

Spieltags in der Fußball-Bundesliga ein rasantes Rauf und Runter, teils mit wilden Passagen und Torraumszenen. Am Ende fielen dann doch noch die überfälligen Treffer. Wobei John Anthony Brooks, gewissermaßen die personifizierte Wolfsburger Brechstange, kurz vor Ultimo immerhin noch das 1:1-Remis rettete.

Während die Hessen damit vier Tage nach der Europa-League-Sternstunde gegen Benfica Lissabon ihren Champions League-Platz etwas festigten, verpassten die Wölfe den Anschluss an die heiß begehrten Europacup-Plätze und liegt mit vier Zählern Rückstand auf Rang neun. Denn ehe Frankfurts Joker Jonathan de Guzman die Gäste in Führung gebracht hatte (78.), ließ Grün-Weiß zig Torchancen aus.

Die von Eintracht-Coach Adi Hütter zum „Schlüsselspiel“ ausgerufene Partie lief gerade einmal ein paar Sekunden, da musste Schiedsrichter Marco Fritz sie schon wieder unterbrechen. Aus Protest gegen Begegnungen am Montag hatten Frankfurter Fans bunte Ostereier auf den Platz geworfen. Ein Torhagel setzte indes nach der gut dreiminütigen Aufräum-Aktion von Ordnern und Spielern nicht ein.

Dabei brannte es, nach Anpassungsschwierigkeiten beider Teams zu Beginn mit Fehlpässen en masse, hüben wie drüben immer wieder lichterloh. Wout Weghorst ließ das ansonsten stumme Stadion (für Labbadia eine „gespenstische“ Atmosphäre) zum ersten Mal ein wenig lauter werden: Doch Frankfurts Abwehrchef Makoto Hasebe rettete beim Schuss des Niederländers für seinen bereits geschlagenen Keeper Kevin Trapp (10.). Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne und überbrückten – nicht nur scheinbar – mühelos das Mittelfeld. Frankfurt lief die Niedersachsen früh an, konnte sich aber zunächst keine klaren Möglichkeiten erspielen. Bei den Gästen wurde Offensiv-Ass Ante Rebic bis zur 69. Minute geschont, zudem fehlte Gelson Fernandes gesperrt.

Wolfsburg war die gefährlichere Mannschaft. Trapp wehrte einen Schuss von Admir Mehmedi zur Ecke ab (34.) und verhinderte gegen Weghorst ganz stark den Rückstand (36.). Auf der Gegenseite verfehlte Rebic-Ersatz Gonçalo Paciência (34.) zunächst das Tor und scheiterte fünf Minuten vor der Pause mit einem Kopfball an VfL-Torwart Pavao Pervan.

Im fünftletzten Ligaspiel für Labbadia beim VfL hatten die Gastgeber auch im zweiten Durchgang die erste gute Chance. Nach einer Ecke landete ein Kopfball von Robin Knoche an der Latte (57.), sieben Minuten später traf Maximilian Arnold aus der Distanz den Pfosten. Aluminium-Pech, das sich zu rächen schien.

Denn während der VfL zunehmend auf die Führung drängte, traf stattdessen die Eintracht. Ein abgefälschter Ball sprang dem kurz zuvor eingewechselten de Guzman vor die Füße und der 31-Jährige schoss unbedrängt ein. Doch das Finale gebührte dem Not-Stürmer Brooks auf Pass von Felix Klaus.

VON THOMAS ESSER/DPA UND INGO BARRENSCHEEN

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