Fußball – Bundesliga: Schweizer Trainer geht mit starker Bilanz ins Spiel beim Rekordmeister

Punktet Schmidt erneut beim FCB?

Setzt Martin Schmidt, wie schon gegen den SV Werder Bremen, auch gegen den FC Bayern München wieder auf seinen ehemaligen Mainzer Schützling Yunus Malli (links), oder muss der türkische Nationalspieler nach dem 1:1 wieder auf der Bank Platz nehmen? Foto: dpa
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Setzt Martin Schmidt, wie schon gegen den SV Werder Bremen, auch gegen den FC Bayern München wieder auf seinen ehemaligen Mainzer Schützling Yunus Malli (links), oder muss der türkische Nationalspieler nach dem 1:1 wieder auf der Bank Platz nehmen?

Wolfsburg. Drei Spiele bestritt Martin Schmidt mit dem 1. FSV Mainz 05 beim Rekordmeister und holte dabei aus den letzten beiden Spielen vier Punkte. Dennoch wäre alles andere als eine Niederlage für den VfL Wolfsburg heute Abend (20. 30 Uhr) eine Überraschung.

Schmidt hatte auf der Pressekonferenz nach dem Bremen-Spiel aber bereits ankündigt, auch aus München etwas Zählbares mitnehmen zu wollen.

Dass der große FC Bayern in dieser Saison auch keinesfalls unschlagbar ist, zeigte zuletzt die TSG Hoffenheim, die sich mit 2:0 gegen den Rekordmeister durchsetzte und dabei über 90 Minuten engagiert auftrat. Mit ähnlichem Einsatz müssen die Wölfe nun in München agieren, ohne sich dabei zu schnell zu verausgaben. Gegen Werder konnten die Zuschauer den Eindruck gewinnen, dass die Schmidt-Elf bereits zur Pause das gesamte Magazin verballert hatte. Während Werder Bremen immer weiter nach vorne spielte, lief der VfL fast nur noch hinterher. Gegen Bayern kann Schmidt nun also zeigen, wie schnell er seiner Mannschaft seine Art des Defensivspiels beigebracht hat und ob er auch mit den Wölfen in der Allianz Arena punkten kann. Der Sieg mit Mainz spiele laut Schmidt nun aber ohnehin keine Rolle mehr: „Das ist schon lange her.“

Für den am Fuß verletzten Nationaltorwart Manuel Neuer wird bei den Bayern Sven Ullreich zwischen die Pfosten gehen. Arjen Robben hingegen wird, nach überwundener Grippe, wieder ein Thema für die Startelf sein, während Thiago mit einer Schambeinverletzung ausfällt und eventuell schon für das Champions League-Spiel gegen Paris geschont wird.

Eine Verunsicherung seiner Mannschaft wollte Schmidt indes nicht gesehen haben: „Diese Frage stellt sich nicht. Die erste Halbzeit gegen Bremen war alles andere als verunsichert.“ Trotz der schwachen Leistung nach dem Seitenwechsel gab sich der VfL-Coach auch auf der Pressekonferenz vor dem München-Spiel selbstbewusst: „Wir müssen von Anfang an bewusst eine Chance sehen. Wenn das Spiel beginnt, haben wir schon einen Punkt. Darum müssen wir kämpfen.“ Wenn der VfL Wolfsburg auch nach Spielschluss noch einen Punkt hat, dürfte es im Wölfe-Lager sogar etwas ruhiger werden. Den letzten Zähler entführte der VfL übrigens vor sage und schreibe 16 Jahren aus München, damals noch aus dem Olympia-Stadion. Seitdem verlor Wolfsburg 15 Spiele in Folge.

Es wird also mal wieder Zeit, in München zu punkten und wer könnte seiner Mannschaft das besser vermitteln als der neue VfL-Coach Martin Schmidt?!

Von Christian Thiemann

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