Fußball – Bundesliga: Wolfsburg verliert daheim mit 1:3 / Nany Dimata kassiert Gelb-Rote Karte

Platzverweis beendet Aufholjagd

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Wenn Yunus Malli (l.) seine erste Gelegenheit nach zwölf Minuten genutzt hätte, hätte der VfL Wolfsburg seinen Lieblingsgegner Eintracht Frankfurt wohl erneut geschlagen. So machte Sebastien Haller (r.) das 0:1 und das Unheil nahm seinen Lauf.

ct/dpa Wolfsburg. Der Blick geht weiter nach unten. Für Eintracht Frankfurt scheint nach dem 3:1 (2:0) beim Angstgegner VfL Wolfsburg dagegen selbst die Champions-League-Teilnahme möglich.

Nach zuvor drei Niederlagen in Serie ohne Torerfolg gegen die Wölfe gewann die Eintracht nach Toren von Sebastien Haller (18. Minute), Timothy Chandler (22. ) und dem eingewechselten Luka Jovic (85. ) völlig verdient. Das Team von Trainer Niko Kovac springt damit auf Rang sieben in der Fußball-Bundesliga. Für Wolfsburg traf Maximilian Arnold zwar per Traumfreistoß zum Ausgleich (66. ), doch Nany Landry Dimata sah direkt nach dem 1:2 die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels (67. ) und fehlt ebenso wie Josuha Guilavogui (fünfte Gelbe Karte) im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96.

Für den Volkswagen-Club, der in den vorherigen zehn Spielen nur einmal gegen die Hessen verloren hatte, ist die Tendenz damit wieder negativ. Es droht die nächste Zittersaison, was Trainer Martin Schmidt und Sportchef Olaf Rebbe zuletzt noch kategorisch ausgeschlossen hatten. Das Duo verwies auf die vermeintlich überzeugenden Leistungen und eine angeblich gute spielerische Entwicklung. Die Statistik sieht dagegen anders aus.

Wolfsburg ist seit nunmehr fünf Bundesligaspielen sieglos und erzielte dabei nur zwei Treffer. Der Drittletzte der Vorsaison rutschte mit weiterhin nur 20 Zählern aus 19 Spielen auf Rang 13. In Daniel Didavi war ein wichtiger Offensivspieler kurzfristig wegen Knieproblemen ausgefallen. Die ohnehin zuletzt so erfolglose Offensive des VfL blieb so erneut harmlos.

Die anfangs noch deutlichen Angriffsbemühungen wichen spätestens nach dem zweiten Gegentreffer früh einer großen Unsicherheit. Dazu trug auch das gewohnt kritische Publikum bei. Der Großteil der 24 450 Zuschauer fing bereits nach 30 Minuten an, die VfL-Profis auszupfeifen. Frankfurt hatte so leichtes Spiel. Nach dem 3:1 durch Jovic (85.), begaben sich die meisten VfL-Fans zudem auf den Heimweg – sie hatten genug gesehen. Die verunsicherten Hausherren machten die erhoffte Aufholjagd nach dem Anschlusstor zudem durch Dimatas Gelb-Rote Karte selbst zunichte.

Bei der 1:0-Führung offenbarte der erst im Sommer verpflichtete Torjäger Haller seine Klasse. Mit dem Rücken zum Tor reichte dem Franzosen eine einfache Drehung, um Gegenspieler Marcel Tisserand und VfL-Keeper Casteels zu überwinden. Nur vier Minuten später vollendete Chandler bei einem Konter ein Zuspiel von Marius Wolf zu seinem ersten Saisontor.

In der Folge mühte sich Wolfsburg vergeblich, offenbarte spielerische Mängel und reagierte allzu oft mit plumpen Fouls auf Ballverluste. Mit nur noch zehn Spielern fehlte dem VfL in der Schlussphase endgültig die Power.

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