Wo ist Platz für de Bruyne?

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Fehlt wahrscheinlich gegen Hannover: Christian Träsch (r.) ist wegen eines Magen-Darm-Infekts fraglich.

Von Matthias Jansen Wolfsburg. Augen auf, ich komme! Die Rockband Oomph könnte mit dem gleichnamigen Lied die passende Begleitmusik für das Derby zwischen dem VfL Wolfsburg und Hannover 96 (Sonnabend, 15.30 Uhr) liefern. Denn der Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga wird in der VW-Arena gleich zum aufregenden Debütantenball.

Viele Augen werden vor dem Spiel wohl auf die Ersatzbänke gerichtet sein. Zum einen, weil Tayfun Korkut, neuer Trainer der 96er, dort zum ersten Mal in der Fußball-Bundesliga Platz nehmen wird. Zum anderen, weil Wolfsburgs neuer Rekordtransfer Kevin de Bruyne dort wohl noch Platz nehmen muss.

Oder eben auch nicht! Die meist fußballlose Zeit als Reservist des FC Chelsea habe sich nicht negativ auf seine Fitness ausgewirkt, ist der junge Belgier überzeugt. Er sei fit für das Derby. „Ich habe sechs Monate trainiert. Ich hatte keine Winterpause. Natürlich fehlt ein bisschen die Spielpraxis, aber ich sehe da kein Problem“, sagte de Bruyne gegenüber dem Kicker.

Die Chancen, dass der 22 Millionen-Mann gleich gegen Hannover sein erstes Spiel für die Wölfe bestreitet, sind in dieser Woche etwas gestiegen. Christian Träsch, der nach seinem Haariss im Mittelfuß für den gesperrten Patrick Ochs rechts verteidigen sollte, fällt wegen eines Magen-Darm-Infekts wahrscheinlich aus.

Trainer Dieter Hecking hatte im Training Slobodan Medojevic auf der rechten Außenbahn getestet, Maximilian Arnold ins defensive Mittelfeld zurückgezogen. Würde das VfL-Talent eher aus der Tiefe agieren, wäre in der offensiven Dreierreihe ein Platz für de Bruyne frei.

Mittelfeldspieler Jan Polak war nach seiner Sprunggelenksverletzung noch nicht wieder auf dem Trainingsplatz zu finden. Auf den die Zuschauer bald einen besseren Blick haben werden. Der VfL reagierte auf die Kritik des letzten Jahres, als der Platz vor dem Stadion mit einem grünem Sichtschutz abgeschirmt worden war. Die alte Fantribüne wurde nun abgebaut und wird durch eine 250 Zuschauern Platz bietende neue Tribüne ersetzt. Dort soll auch die Plane entfernt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite wird zudem noch ein gepflasterte Bereich mit Stufen zum besseren Kiebitzen gebaut.

Während des Trainings konnten die VfL-Fans schon sehen, dass de Bruyne seit seinem Abgang aus der Bundesliga nichts von seinem Können eingebüßt hat. Der frühere Bremer schoss bei einer Extra-Schicht mit Ivica Olic Ersatztorhüter Patrick Drewes fast die Finger wund.

Gleiches erhoffen sich die Wolfsburger auch am Sonnabend. Schließlich hat de Bryune an die Roten aus der Landeshauptstadt die besten Erinnerungen. Sein erstes Tor in der Bundesliga erzielte der Belgier im Bremer Trikot ausgerechnet gegen Hannover (2:3).

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