Fußball – Bundsliga: Kurskorrektur verhilft VfL-Torjäger zum Siegtreffer / Gelbsperre droht

Das Phantom Weghorst und der goldene Moment

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Phantom und Matchwinner: Wolfsburgs Wout Weghorst (r.) arbeitete nicht nur viel in Berlin, sondern traf auch.

ib Berlin – Seine immense Defensiv(lauf)arbeit für die Mannschaft in allen Ehren, aber: Wer Wout Weghorst kennt, weiß ganz genau, dass für den Niederländer nur Tore so richtig sein Fußballer-Leben versüßen.

Und so war die Wiederauferstehung des VfL Wolfsburg am Samstag beim 1:0-Auswärtssieg in Berlin für den Knipser vom Dienst (nun schon sieben Saisontore) auch persönlich eine absolute Genugtuung.

Als „verdient und geil“ stufte er den ersten Dreier 2019 ein. Dabei bedurfte es beim Matchwinner erst einer Kurskorrektur seines Trainers Bruno Labbadia. Denn bis zu seinem goldenen Treffer in der 65. Minute hatte Weghorst viel geackert – nur war er eben nicht in seinem angedachten Jagdrevier präsent. Dem Sturmzentrum. Also gab es von Labbadia in der Halbzeitpause noch eine Direktive mit auf den Weg. „Ich habe ihm gesagt: Zeig’ dich da, du musst in der Mitte sein.“ In der ersten Hälfte hatten die vielen Angriffe über außen schlichtweg keinen Abnehmer gefunden.

Gesagt, getan. Wie einst das Nürnberger Phantom Marek Mintal trat der 26-Jährige einmal in Erscheinung und vollendete nach feiner Vorarbeit von Jerome Roussillon und Elvis Rexhbecaj („Ich habe gesehen, dass Jerome reinläuft und einfach reingespielt“). Weghorst hatte sich noch mehr als sonst genau auf solch einen Moment fokussiert.

Was er allerdings lieber ausblendet, ist das Damoklesschwert einer Gelbsperre über seinem Kopf. Bei der nächsten Verwarnung muss der einzig verbliebene Torjäger zuschauen. Was für ihn die Höchststrafe wäre. „Ich will jedes Spiel machen, jedes Spiel ist geil.“ Weghorst hofft, dass er den Gefahren-Moment noch lange aufschieben kann. „Ich stehe jetzt schon seit acht Spielen bei vier Gelben Karten und vielleicht schaffe ich es bis zum Ende der Saison ohne...“

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