Fußball – Bundesliga: Bitteres 0:1 für Wolfsburg gegen Schalke

Panne, Pech, Pleite

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Die unglückseligen Momente aus Sicht des VfL Wolfsburg: Zunächst vergibt Paul Verhaegh gegen Schalkes Schlussmann Ralf Fährmann den Elfmeter (Foto links), dann beschwört S04-Joker Breel Embolo ein Eigentor des zu Boden gesunkenen Robin Knoche herauf. Fertig ist die unglückliche Heimniederlage.

dpa/ib Wolfsburg. Das Drehbuch hätte auch der einstigen Kult-Fernseh-Sendung „Pleiten, Pech und Pannen“ entspringen können. Nur in umgekehrter Reihenfolge.

Viel Einsatz, kein Ertrag: Der VfL Wolfsburg (l. Riechedly Bazoer) verlor gegen Schalke (Leon Goretzka) unglücklich mit 0:1.

Erst leistete sich der VfL Wolfsburg in Person von Kapitän Paul Verhaegh bereits die fünfte Elfmeter-Panne in dieser Saison; dann kam beim Eigentor von Robin Knoche Pech hinzu; und zu guter Letzt stand am Samstagabend im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 eine ganz bittere 0:1-Pleite, die für hängende Köpfe und Schultern in Grün-Weiß sorgte. Formverbessert ja. Am Resultat und der akuten Gefährdungslage in der Fußball-Bundesliga änderte sich aber wiederum nichts für die Wölfe. Dabei hatten die Keller-Konkurrenten aus Hamburg und Mainz wenige Stunden zuvor erneut eine Steilvorlage geliefert, um potenziell als großer Gewinner des 27. Spieltags hervorzugehen. Doch auch nach dem vierten Spiel unter dem als Retter verpflichteten Bruno Labbadia wartet der Relegations-Teilnehmer der Vorsaison noch auf das erste Erfolgserlebnis.

Gegen Schalke zeigte der VfL vor 27 502 Zuschauern nach zuletzt schwachen Auftritten zumindest eine kämpferisch gute Leistung – belohnte sich aber nicht. Die Königsblauen versuchten bei eisigen Temperaturen wieder mit viel Kalkül und Kontrolle zum fünften Sieg in Serie zu kommen, blieben dabei hinter den Erwartungen zurück und schlugen dann doch spät noch zu. Mit 49 Punkten wurde der zweite Platz gesichert und zudem eine verfrühte Meisterparty des FC Bayern schon am Sonntag in Leipzig verhindert.

Da auch der VfL in Halbzeit eins mit viel Bedacht agierte, tat sich vor beiden Toren herzlich wenig. Beinahe wäre alle Wolfsburger Konzentration vergebens gewesen. Nach einer Vorarbeit von Leon Goretzka rettete Wolfsburgs Torwart Koen Casteels gegen Matija Nastasic (41.) aus kurzer Distanz bravourös.

Zweite Halbzeit, gleiches Spiel. Beide Teams setzten erstmal weiter auf größtmögliche Kontrolle. Wolfsburg traute sich zuerst ein bisschen mehr. Arnold hätte beinahe per Kopfball getroffen, als Fährmann zu spät aus dem Tor kam. Auf unfaire Art versuchte es Didavi (57.), der im Zweikampf mit Nastasic einen Strafstoß schinden wollte.

Wieder war es Casteels, der bei einem der wenigen Schalker Angriffe prächtig reagierte und den Schuss des eingewechselten Breel Embolo noch abwehrte. Auf der Gegenseite machte Fährmann alle zuvor gezeigten Unsicherheiten vergessen, als er Verhaeghs schwach geschossenen Elfmeter parierte (77.). Zuvor hatte Nastasic Riechedly Bazoer im Zweikampf touchiert – eine ohnehin umstrittene Entscheidung des Unparteiischen Benjamin Cortus, die folgenlos blieb. Nicht aber das kapitale Zweikampfverhalten von Daniel Didavi in der 86. Minute: Er ließ sich auf der Torauslinie von Embolo düpieren, den Pass vors Tor lenkte der unglückliche Knoche aus kurzer Distanz ins eigene Tor ab. So blieb nicht einmal ein Punkt.

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