Olic trauert Chancen nach: Frau und Filius Olic nicht...

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Zu spät: VfL-Keeper Diego Benaglio (l.) schnappt Rafael van der Vaart die Kugel vor der Nase/den Händen weg.

ib Hamburg. Wenigstens war der Familienfrieden nicht gestört. Das war aber auch so ziemlich das einzig Positive, was Ivica Olic dem gestrigen 1:1 des VfL Wolfsburg bei seinem alten Club Hamburger SV abgewinnen konnte.

Von außen musste der derzeit gesetzte Sturm-Solist tatenlos mitansehen, wie sein Nachfolger Bas Dost beste Möglichkeiten ungenutzt ließ und nicht gerade Eigenwerbung betrieb, um an Olics Thron zu wackeln. „Normalerweise müssen wir zwei, drei Tore mehr machen, haben Riesenchancen“, haderte der Kroaten-Knipser nach Spielschluss über das dürftige Unentschieden. Allein Dost hätte zum VfL-Helden werden können – stattdessen wurde er zum Deppen, scheiterte dreimal entweder an den eigenen Nerven oder HSV-Schlussmann Jaroslav Drobny.

Was Olic ärgerte, war Frau Natalie und dem jüngsten Sprössling Luka nur Recht – beide sind nach wie vor HSV-Fans und erlebten ein herzzerreißendes Spiel. Mit der Punkteteilung könnten am Ende alle in der Familie „zufrieden“ sein, grinste Olic.

Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio sah es genauso. „Mit dem Punkt müssen wir leben, auch wenn ein Sieg für uns nicht unmöglich und unverdient gewesen wäre.“ In der zweiten Halbzeit hätte der VfL auf die schwachen ersten 45 Minuten „eine gute Reaktion“ gezeigt.

Dass die letzten Rest-Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz seit gestern futsch sind, bewertete Benaglio als nicht so tragisch. „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn es noch geklappt hätte. Aber wir hatten uns nicht so sehr mit diesem Ziel befasst. Wir wollten einfach nur den Dreier landen.“ Das klappte nicht. Dennoch sei eine positive Entwicklung erkennbar, konstatierte der Wölfe-Kapitän. „Mit Blick auf die nächste Saison sind wir auf dem richtigen Weg.“

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