Fußball – DFB Pokal: VfL Wolfsburg kämpft sich durch 2:0 in Nürnberg ins Viertelfinale

Ohne Glanz eine Runde weiter

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Mit dem Schrecken davongekommen: Erst nach der Verlängerung bezwang der Favorit VfL Wolfsburg (links Jeffrey Bruma) den Zweitligisten 1. FC Nürnberg mit 2:0. Die Treffer erzielten Felix Uduokhai und Ex-Clubberer Daniel Didavi.

dpa Nürnberg/Wolfsburg. Mit Ach und Krach zieht der VfL Wolfsburg ins Pokal-Viertelfinale ein. Das Weiterkommen beim 1. FC Nürnberg soll ein erster Schritt hin zu einer störungsfreien Rückrunde sein. Auf Trainer Schmidt wartet ab dem 2. Januar aber viel Arbeit.

Nach dem Zittersieg im DFB-Pokal machte sich beim VfL Wolfsburg Erleichterung breit. Im letzten Pflichtspiel vor der Winterpause beim wackeren Zweitligisten 1. FC Nürnberg mühte sich der VfL ins Viertelfinale und äußerte die Hoffnung auf eine störungsfreie zweite Saisonhälfte. „Wir nehmen den Sieg gerne mit, gehen in den Urlaub und starten dann eine sehr sehr herausfordernde Rückrunde“, resümierte Trainer Martin Schmidt nach dem 2:0 (0:0, 0:0) am Dienstagabend in der Verlängerung.

Drei Tage nach der 0:1-Blamage beim 1. FC Köln tat sich der VfL enorm schwer. „Ins offene Messer laufen wie gegen Köln wollten wir nicht, deshalb haben wir gesagt, dass wir die Stunde überleben und dagegenhalten müssen“, sagte Schmidt, der seine Mannschaft auf ein Geduldsspiel eingestellt hatte. „Es war wichtig, eine Reaktion zu zeigen.“ Diese erkannte auch Sportchef Olaf Rebbe. „Tief durchatmen“ war bei ihm angesagt, wie er einräumte. „Das war eine harte Nuss.“ Erst zum Ende der regulären Spielzeit und schließlich im Nachsitzen fanden die Wolfsburger Stabilität in ihrem Auftritt. Der für den am Hüftbeuger angeschlagenen Koen Casteels aufgebotene Ersatztorwart Max Grün hielt den Bundesligazwölften sogar im Spiel. „Als Mannschaft haben wir uns gewehrt, haben kämpferisch dagegengehalten“, lobte der 30-Jährige, der in der Pokalsiegersaison 2014/15 in der ersten Runde beim SV Darmstadt Mann der Partie gewesen war. „Das sollte uns Vertrauen geben für den Januar.“

Dass der VfL ein halbwegs geruhsames Weihnachtsfest feiern kann, lag neben Grün auch an den Torschützen. Youngster Felix Uduokhai (96. Minute) und der frühere Nürnberger Daniel Didavi (118.) bewahrten die personell durchrotierten Wolfsburger vor einem peinlichen Aus.

„Wir haben den Beweis erbracht, dass wir auch auswärts und gegen vermeintlich kleinere Gegner gewinnen können“, resümierte Schmidt, auf den zum Vorbereitungsstart am 2. Januar viel Arbeit wartet. „Dass wir diesen ersten Auswärtssieg gelandet haben, ist für mich und auch mein Team sehr wichtig.“ Der 20-jährige Uduokhai, in der zweiten Runde gegen Hannover 96 Schütze des entscheidenden Tores, war einfach nur „mega happy“ über den Sieg. „Es war unser Ansporn, dass wir mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause gehen.“ Und Didavi, der nach seiner Einwechslung für Belebung sorgte, meinte: „Wir wollen ins Finale, da war das ein wichtiger Schritt.“

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