Ochs zum VfL! Wechsel trifft Frankfurt ins Mark

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Keine Lachnummer für abstiegsbedrohte Frankfurter: Kapitän Patrick Ochs (hier gegen seinen künftigen Kollegen Mario Mandzukic) wechselt in der kommenden Saison nach Wolfsburg.

ib Wolfsburg. Lästermäuler würden sagen: Der Kapitän verlässt das sinkende Schiff... Patrick Ochs wechselt im Sommer von Eintracht Frankfurt zum VfL Wolfsburg! Eine Nachricht, die den Hessen mitten in der Herzschlagphase des Abstiegskampfes einen weiteren Dämpfer verpassen dürfte.

Aus Wolfsburg gab es zu dem bevorstehenden Transfer keine Stellungnahme, sehr wohl aber aus Frankfurt. Vorstandschef Heribert Bruchhagen bestätigte gestern den Abschied von Ochs. „Wir hätten Patrick gerne gehalten. Aber der Spieler hat von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht und sich für einen Verein entschieden, in dem er wirtschaftlich besser gestellt ist.“ Die Eintracht erhält drei Millionen Euro Ablöse. Bruchhagen schoss einige Giftpfeile in Richtung Wolfsburg. Denn die Unruhe in Frankfurt wird nun nicht kleiner. „Es ist sehr schade, dass das ausgerechnet jetzt passiert. Ich hatte gehofft, dass das zwischen mir und Felix Magath bleibt.“ Wobei dieser nicht der eigentliche Adressat seiner Kritik sei – die Einigung mit dem 26-jährigen Außenbahner sei wohl aus dem Umfeld nach außen gedrungen, nicht von Magath. „Dafür kenne ich ihn zu lange.“ Auch Ochs selbst bekräftigte gegenüber der Bild-Zeitung: "Unglücklich ist der Zeitpunkt, an dem es publik wurde. Aber mein Wechsel spielt momentan keine Rolle. Es zählt nur Köln."

Der Rudel-Führer schaltete bei dem Thema Ochs auf Durchzug. „Er ist kein Spieler des VfL. Da kann sich Herr Bruchhagen gerne zu äußern. Ich mache das nicht“, so Magath. Doch bekanntlich wollte er ihn schon im Winter zu seinem Ex-Klub Schalke lotsen.

Ochs kommt, ein anderer geht: Sergej Karimow verlässt die Wölfe und wechselt zur neuen Saison ablösefrei zum Zweitligisten MSV Duisburg. Der 24-Jährige kam zu fünf Bundesliga-Einsätzen, den Durchbruch schaffte der gebürtige Kasache aber nicht und kam hauptsächlich bei den Regionalliga-Amateuren zum Einsatz. Duisburgs Trainer Milan Sasic traut ihm den Durchbruch zu: „Sergej ist auf der linken Abwehrseite zu Hause und hat schon unter Beweis gestellt, dass er auch in der Bundesliga spielen kann.“

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