Fußall – Bundesliga: Bruno Labbadia will mit den Wölfen morgen in Augsburg die Hinrunde krönen

„Noch nicht im Weihnachtsmodus“

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Auf zu einer weiteren Glanztat! Cheftrainer Bruno Labbadia hat noch nicht den Weihnachts-Tunnelblick, sondern strebt mit dem VfL Wolfsburg am Sonntag in Augsburg ein krönendes Hinrunden-Finale in der Fußball-Bundesliga an.

Augsburg. In puncto Weihnachten ist Bruno Labbadia ein Traditionalist. Dem Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg darf etwa nur ein echter Tannenbaum ins Haus kommen. Weil ihm das Fest wichtig ist. Doch alles zu seiner Zeit.

Einen Tag vor Heiligabend geht es für die Wölfe zum Abschluss der Hinrunde im Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr) immerhin noch einmal um drei Punkte. Da müssen die Heiligen Drei Könige warten.

„Ich bin nullkommanull im Abschalt- oder Weihnachts-Modus“, versicherte der Chefcoach der Wolfsburger vor dem sportlichen Jahresausklang. Sein Sportchef Jörg Schmadtke hatte die Ansetzung zuletzt als „nicht fan- und kundenfreundlich“ kritisiert. Doch Labbadia hält es ganz nach dem Motto: Erst die Arbeit auf dem Rasen, dann das Vergnügen im Kreise der Familie. „Es ist so, wie es ist. Es ist danach noch genug Zeit, um Weihnachten zu feiern.“

Diese Fokussierung wünscht er sich selbstredend auch von seinen Spielern. Diese können aus einer guten eine sehr gute Hinrunde machen. Mit einem Sieg würde der VfL seine Ausbeute auf stolze 28 Punkte erweitern und auf einem Europacup-Platz überwintern. Labbadia: „Wir sind alle Menschen. Es kann also sein, dass auch Spieler in Gedanken schon im Urlaub sind. Aber wir waren zuletzt immer sehr konzentriert und fokussiert. Ich gehe mit dem Gefühl in dieses Spiel: Wir sind gut vorbereitet.“ Der Führungsstab jedenfalls hätte mit Weitblick jedenfalls alles dafür getan, um die finale englische Woche zeitig durchzutakten. „Damit wir Dinge, die ablenken könnten, schon weg haben“, so der Coach.

Sicherlich wäre er gerne nach der Abschlusspartie noch einmal mit seinem Team zusammengekommen, um alles bei einem Frühstück Revue passieren zu lassen. Aber das gibt der eng gestrickte Terminkalender nun einmal nicht her.

Vielleicht gibt der Gabentisch für die Mannschaft der Stunde aber den dritten Sieg in Serie her. Einen Extra-Christmas-Bonus lobt Labbadia für diesen Fall nicht aus. „Die Punktzahl ist schon Belohnung genug. Das gibt einem ein gutes Gefühl.“ Doch in Augsburg erwarte die Grün-Weißen noch einmal ein unangenehmer Schlussakkord. „Ich erwarte ein unglaublich intensives Spiel. Wir brauchen nicht auf die Tabelle zu gucken.“ Dort stehen die Fuggerstädter nur auf Rang 13. Trügerisch, findet Labbadia nach eingehenden Video-Analysen. „Wenn man sich Augsburg genau anschaut, ist es ähnlich wie bei uns. Sie hatten sehr gute Spiele, aber die Ergebnisse stimmten nicht mit der Art überein, wie sie Fußball gespielt haben. Der Unterschied ist: Wir haben die Kurve bekommen.“

Und so im Eiltempo für einen totalen Umschwung gesorgt. In Labbadias Augen nicht nur ein Verdienst der Neuzugänge. „Ich hoffe, dass die Mannschaft die Intensität beibehält.“ Zumindest erst einmal morgen. Dann könnte aus 25+x eine 28 werden...

Von Ingo Barrenscheen

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