Fußball – Bundesliga: Für Wölfe „zählt nur Finale“

Noch in Köln geht der Blick nach Berlin

Nach Köln ist direkt vor Berlin: Der VfL Wolfsburg (l. Kevin de Bruyne) durfte noch einmal durchschnaufen vor dem Pokalfinale.
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Nach Köln ist direkt vor Berlin: Der VfL Wolfsburg (l. Kevin de Bruyne) durfte noch einmal durchschnaufen vor dem Pokalfinale.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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dpa/ib Köln. Die Vize-Meisterschaft des VfL Wolfsburg ist fürs erste bereits wieder vergessen. Schon mit der Rückfahrt aus Köln am Pfingstwochenende begann für die Best-of-the-Rest-Riege die Vorbereitung auf das Endspiel im DFB-Pokal.

„Ab dem Moment, in dem wir den Mannschaftsbus betreten, zählt nur noch das Finale in Berlin“, meinte Abwehrroutinier Marcel Schäfer mit Blick auf den unbestrittenen Saison-Höhepunkt am kommenden Sonnabend gegen Borussia Dortmund.

Durchschnaufen und dann im Berliner Olympiastadion den zweiten bedeutenden Coup nach der Meisterschaft 2009 landen. „Ab jetzt volle Fokussierung mit der klaren Zielsetzung, den Pokal nach Wolfsburg zu holen. Ab jetzt zählt nur noch Berlin“, untermauerte Urgestein Schäfer.

Um das Ziel zu erreichen, ließ Chefcoach Dieter Hecking sein Team gestern regenerieren. „Wir müssen uns ein bisschen Ruhe gönnen, soviel wie zu Beginn der Saison kannst du jetzt nicht mehr trainieren. Vor einem Pokalfinale ist sowieso jeder auf 100 Prozent“, sagte Kevin de Bruyne.

Dennoch begann die Vorbereitung sogar noch früher. Hecking schonte extra die leicht angeschlagenen Ricardo Rodriguez, Naldo und Keeper Diego Benaglio. Beim sonntäglichen Auslaufen gab es noch keinen neuen Stand, ob das Trio fit fürs Finale ist. Allerdings äußerte sich Manager Klaus Allofs hoffnungsfroh, die Stammkräfte rechtzeitig auf dem Damm zu haben.

In Berlin soll nun eine Spielzeit gekrönt werden, die im tragischen Unfalltod von Junior Malanda ein Ereignis hatte, das das Team noch mehr zusammenschweißte. Hecking erinnerte an den Tod des Belgiers im Januar – und versprach, auch für ihn den Cup gegen den BVB gewinnen zu wollen.

Stürmer Bas Dost sieht sein Team gegen den BVB im Vorteil: „Ja, das kann man so sagen, dass wir als Vizemeister Favorit sind.“ Immerhin habe man in der Liga gegen die Westfalen vier Punkte geholt. „Aber das zählt am Samstag alles nicht“, wiegelte Dost dann doch ab.

Von Ingo Barrenscheen

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