Njet! Hoeneß dementiert Kuranyi-Interesse

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Werden aus Gegnern Mitspieler? Angeblich ist der VfL Wolfsburg (r. Marcel Schäfer) am Ex-Schalker und jetzigen Moskauer Kevin Kuranyi interessiert.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Auf die WM 2010 ist Kevin Kuranyi nicht gut zu sprechen. Beim Zuschauen auf dem Heim-Sofa bekam er Magenkrämpfe. Die hat nun vermutlich auch Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß, der die Gerüchte um eine Verpflichtung des Ex-Nationalspielers energisch bestreitet.

Vielleicht sollte Hoeneß Prof. Rolf Engberding aufsuchen. Gerüchten zufolge soll dieser am Freitag im Klinikum in Wolfsburg den Medizincheck bei Kuranyi durchgeführt haben. Bahnt sich da etwa ein spektakulärer Wechsel an? „Das ist purer Unsinn“, erklärte Hoeneß am Montag und widersprach Spekulationen, wonach der Stürmer von Dynamo Moskau der legitime Nachfolger von Edin Dzeko werden könnte. „Es gibt keinen Kontakt“, unterstrich Hoeneß. Kuranyi wechselte vor der Saison für 18 Millionen Euro von Schalke zu Dynamo Moskau und wurde bereits im Dezember mit dem VfL in Verbindung gebracht. Der sagt nun wieder „Njet!“ Grundsätzliches Interesse an neuen Spielern wird nicht verneint. Nur Namen werden weder kommentiert noch reflektiert. Deshalb wollte sich Hoeneß auch nicht zur Personalie Patrick Helmes von Bayer Leverkusen äußern. „Es gibt keine Wasserstandsmeldungen.“ Laut Kicker soll es seit einiger Zeit Kontakt zum 26-Jährigen geben, der wegen des Überangebots an Offensivspielern einen schweren Stand unter Jupp Heynckes hat. In der Saison 2008/09 erzielte Helmes in seiner ersten Saison für die Leverkusener 21 Tore, riss sich aber im Anschluss das Kreuzband und fiel lange aus. Leverkusen hat nach Angaben von Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser keine Anfrage oder ein offizielles Angebot vom VfL erhalten. Auch einen Kontakt habe es nicht gegeben. „Patrick Helmes ist für uns ein Spieler, auf den wir auch in Zukunft bauen. Auch wenn er im Moment keine gute Phase hat. Wir haben keinen Anlass, darüber nachzudenken, ihn abzugeben.“ Es sei denn, das Angebot stimmt: „Grundsätzlich kann man jeden Spieler abgeben, wenn der Preis stimmt.“ Lauterns Srdjan Lakic (11 Saisontore) und Freiburgs Papiss Demba Cissé (15) werden ebenfalls beim im Sturm unterbesetzten VfL gehandelt.

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