Nicht nur Arnold ist „nicht immer Spitzenklasse“

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Tauchstation: Nicht nur VfL-Talent Maximilian Arnold (l.) zeigte gegen den HSV nicht seine beste Leistung.

ib Wolfsburg. War das Glas halbleer oder halbvoll? Daran schieden sich in Wolfsburg die Geister. Wie in Nürnberg nur ein 1:1 gegen den HSV und einzelne Pfiffe von den Rängen.

Die Reaktionen veranlassten die sportliche Leitung dazu, Traumschlösser einzureißen. „Ich habe das Gefühl, dass eine Erwartungshaltung vorherrscht, dass wir jeden in Grund und Boden spielen. Das kann, muss aber nicht sein“, warnte Manager Klaus Allofs. In die gleiche Kerbe schlug Trainer Dieter Hecking. „Wir dürfen nicht so viel träumen.“ Von der Champions League, wie in den Medien thematisiert. Sein Team hätte „getaumelt. Wir waren der Niederlage in den letzten 25 Minuten sehr nah.“ Am Ende wirkten die Wölfe stehend k.o. Nachdem sie viel investiert hatten. Ohne Fortune. Auch das Team müsse mehr Demut zeigen, so Allofs. „Alle sind ein wenig ungeduldig, wollen nach vorn. Irgendwann macht sich eine Enttäuschung im Spiel breit und wir machen mehr Fehler als sonst.“

Was für die Wölfe im Ganzen gilt, traf im Speziellen auf Maximilian Arnold zu. Auch er sei „nicht immer Spitzenklasse“, so Allofs. Natürlich ruhten viele Hoffnungen auf dem Shootingstar. Gespürt hätte er davon nichts, erklärte Arnold. „Ohne die Mannschaft bin ich nichts.“ Im Gegensatz zu den Vorwochen vermochte das Eigengewächs dem Spiel auch nicht seinen Stempel aufdrücken und wunderte sich über den Leistungsabfall in der Schlussphase. „Das kann ich mir nicht erklären. Wir hatten keinen Zugriff und keine Chance mehr, auf den HSV Druck auszuüben.“ Arnolds Devise lautete: abhaken und nach vorne schauen. „Wir müssen die Fehler und das Positive rausarbeiten und dann gilt die Konzentration Ingolstadt.“ Am Mittwoch können und wollen die Grün-Weißen es im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten besser machen.

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