Fußball–Bundesliga: 44 Millionen Chinesen verfolgen live die VfL-Vorstellung / Allofs traut ihm den Sprung zu

Neuzugang Zhang ist gleich ein Quotenrenner!

Ab Januar trägt Xizhe Zhang das Trikot mit der Rückennummer 29 beim VfL Wolfsburg und freut sich ungemein auf die Bundesliga.
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Ab Januar trägt Xizhe Zhang das Trikot mit der Rückennummer 29 beim VfL Wolfsburg und freut sich ungemein auf die Bundesliga.

ib Wolfsburg. China hat gut 1,4 Milliarden Einwohner. Und Xizhe Zhang will sie alle von sich überzeugen. Genauso wie Fußball-Deutschland. Gestern präsentierte der VfL Wolfsburg seinen ersten chinesischen Spieler offiziell als Neuzugang.

23 Jahre alt, zehnfacher Nationalspieler, zentral wie außen im Mittelfeld einzusetzen, 750 000 Euro teuer und lernbegierig: Merkmale des womöglich einzigen Wintereinkaufs der Wölfe. Obwohl erst wenige Tage in Wolfsburg, überraschte Zhang nach seiner Unterschrift unter den Zweieinhalb-Jahres-Vertrag bereits mit ersten Deutsch-Kenntnissen. „Heute ist für mich ein besonderer Tag. Ich freue mich, bei so einem großen Verein spielen zu dürfen“, sagte die künftige Nummer 29 des VfL. Die Bundesliga sei eine der besten Ligen der Welt. „Das ist eine große Herausforderung für mich, aber ich werde alles dafür geben, dass China stolz auf mich ist“, erklärte Zhang, der in 115 Spielen in der Chinese Super League 24 Tore erzielte.

Die VfL-Verantwortlichen jedenfalls wiederholten, dass es sich bei der Verpflichtung um keinen PR-Gag für den Riesen-Markt China handele. Zhang hätte im Reich der Mitte bereits demonstriert, dass er „über das notwendige sportliche Entwicklungspotential verfügt, um den Sprung in die Bundesliga schaffen zu können“, unterstrich Manager Klaus Allofs. „Er ist jemand, der uns auf Dauer weiterhelfen kann.“ Chefcoach Dieter Hecking und seine Crew sollen den chinesischen Fußball-Botschafter (vor ihm spielten erst neun Chinesen im deutschen Profi-Fußball) „stufenweise aufbauen und ihm die Zeit geben, die er benötigen wird“, so Allofs.

Übrigens: Seit Montag bietet der VfL seinen Internetauftritt auch auf chinesisch an. Und: Die gestrige Präsentation wurde erstmals überhaupt live in China ausgestrahlt – 44 Millionen Landsleute von Zhang schauten zu! Die Bundesliga sei in der Volksrepublik genauso populär wie die englische Premier League, erörterte Zhang, der sich auf die „großartige Stimmung“ in den Stadien freut. Die Zahl der VfL-Fans in China steigt stetig. Jetzt erst Recht...

Von Ingo Barrenscheen

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