Fußball – VfL-Wunschkandidat bleibt in England

Nach Wagner-Absage: Job-Garantie für Ismael

Kommt nicht nach Wolfsburg: Trainerkandidat David Wagner.
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Kommt nicht nach Wolfsburg: Trainerkandidat David Wagner.

ib Mönchengladbach/Wolfsburg. Auch wenn der Wunschkandidat wenige Stunden vor dem gestrigen Sieg in Mönchengladbach absagte – allein die Verhandlungen mit David Wagner dürften für Valerien Ismael ein Schlag ins Gesicht gewesen sein.

Entgegen der Beteuerungen seitens der Vereinsführung hat der VfL Wolfsburg also doch mit dem Coach des englischen Zweitligisten Huddersfield Town über einen Winter-Wechsel verhandelt – und sich einen Korb eingehandelt.

Nach mehreren Gesprächen mit dem abstiegsbedrohten Club sagte der mehrfach umworbene Wagner den Wölfen ab und leistete einen Treueschwur für seinen jetzigen Arbeitgeber. Der 45-Jährige, Duzfreund und Trauzeuge von Liverpools Teammanager Jürgen Klopp, hatte sich nach bestätigten Verhandlungen mit dem VfL Bedenkzeit erbeten und sich nun gegen eine Rückkehr zurück nach Deutschland entschieden, wo er als Nachwuchscoach bei der TSG Hoffenheim und als Coach für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund verantwortlich zeichnete. Wagners England-Berater John Morris bestätigte gestern dem Kicker: „Er bleibt zu 100 Prozent in Huddersfield. Er hat die Mannschaft gebaut und will den Job fortführen. Es ist eine große und schwere Entscheidung, nicht nach Wolfsburg zu gehen.“

Auch das Objekt der Begierde selbst äußerste sich später auf der Homepage des englischen Zweitligisten zu den Gerüchten. „Es ist mir wichtig klarzustellen, dass mein Fokus darauf liegt, bei Huddersfield Town weiter voranzukommen. Wir wollen die bislang gute Saison dahingehend weiterentwickeln, dass es eine großartige wird, mit dem Team, den Spielern und den Fans zusammen.“ Als aktueller Vierter darf Wagner mit dem Traditions-club vom Aufstieg in die Premier League träumen.

Also wird Ismael doch seinen Job behalten. Das bekräftigte jedenfalls Aufsichtsrat Hans-Gerd Bode. Schon bevor die Wagner-Verhandlungen ans Tageslicht kamen, hatte er am Montagabend erklärt: „Wir haben einen Trainer, der zeigt gerade, dass er die Mannschaft neu ausrichtet.“ Eine Meinung, die er wenige Minuten vor dem Anpfiff im Borussia-Park erneuerte. „Valerien Ismael wird mit der Mannschaft ab dem 3. Januar gemeinsam ins Trainingslager gehen und die Mannschaft auf beide Heimspiele Ende Januar vorbereiten.“ Dabei hatte Wolfsburgs sportlicher Leiter Olaf Rebbe zuvor angekündigt: „Wir werden nach dem Spiel alles auf den Prüfstand stellen und ein Fazit ziehen.“ Davon ist Ismael offenbar nicht betroffen.

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