Nach Pause steht die Null: Loepers Auswahl happy

Großer Star, große Augen: Diego und Co. begeisterten vor allem die kleinen Fans in Brome.

Brome - Von Ingo Barrenscheen. "Davon können die Spieler noch ihren Enkelkindern erzählen – und ich auch …" Peter Loeper strahlte gestern Abend genauso hell wie die Flutlicht-Masten.

Begeisterung pur beim Trainer des Bromer Teams und seinen Auserwählten nach dem Benefizspiel gegen die Profis des VfL Wolfsburg. Nicht nur über das Ereignis an sich, sondern auch die Zahlen. Während das Spenden-Konto für die Gasexplosions-Opfer kräftig anschnellte, hielt der David sein Gegentor-Konto beim 0:6 gegen Goliath klein – und nach der Pause sogar bei Null! Keeper Matthias Bock, der den Kasten in der Schlussviertelstunde sauber hielt, konnte es kaum fassen, dass er nicht hatte hinter sich greifen müssen: "Damit habe ich nicht gerechnet. Aber es hat super geklappt." Zurecht konstatierte sein Trainer Loeper: "Wir haben uns achtbar aus der Affäre gezogen. Dafür, dass wir uns um 16 Uhr alle das erste Mal gesehen haben." Immerhin heiligten gestern ein Ex-Weltmeister (Andrea Barzagli), ein deutscher Nationalspieler (Marcel Schäfer) oder ein Superstar wie Diego den Rasen an der Steimker Straße. Und geizten in der ersten Halbzeit auch nicht mit Toren und der einen oder anderen technischen "Finesse", wie Thomas Kahlenberg meinte. Cicero (5.), Diego (7.), Ashkan Dejagah (8, 16.), Grafite (30.) und Caiuby (38.) beglückten die 1600 Fans mit sechs Buden. Doch kaum wurde das Flutlicht angeknipst, knipste es vorne im Angriff der Wölfe nicht mehr. "Wir haben uns ein bisschen reingebissen und der VfL hat drei Gänge zurückgeschaltet", bilanzierte Loeper den zweiten Abschnitt. Der kurioserweise nur 25 Minuten dauerte! Wolfsburg war von einer Stunde Spielzeit ausgegangen, darauf hatte Trainer Steve McClaren sein Training tagsüber ausgelegt. Von einer derartigen Absprache wussten die Bromer nichts. Loeper war völlig perplex, als Pierre Littbarski nach 35 Minuten der ersten Hälfte an der Seitenlinie zu ihm kam und fragte, warum noch nicht Schluss sei. Ein kleiner Wermutstropfen auf einen tollen Abend. "Schade, dass das Spiel nur 70 Minuten dauerte", war Loeper etwas mucksch. Auch Keeper Bock meinte: "Es hätte ruhig länger gehen können." Doch auch so konnten die Bromer Kicker das Riesenspiel genießen.

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