Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg gastiert zum Rückrundenauftakt beim BVB / Marvin Stefaniak als Leihgabe zum FCN

„Müssen Dortmunds Offensive eindämmen“

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Für ein halbes Jahr in Nürnberg: Marvin Stefaniak. 

Dortmund. Die Leidenszeit hat endlich ein Ende! An diesem Wochenende startet der VfL Wolfsburg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga und steht gleich mal vor einer Mammutaufgabe. Denn morgen (18 Uhr) reist der VfL Wolfsburg in den Signal Iduna Park zu Borussia Dortmund.

Den Bundesligastart hatten die Grün-Weißen damals deutlich mit 0:3 verloren in der Volkswagen Arena. Nun soll es besser werden, aber VfL-Trainer Martin Schmidt weiß auch, dass die Schwarz-Gelben in ihrem Stadion nur schwer zu schlagen sind. „Dortmund will das Spiel bestimmen und wird direkt loslegen. Sie spielen in ihrer Kathedrale und werden dort von ihren Fans nach vorne gepusht“, betonte der Übungsleiter. Zwar hat der BVB mit Peter Stöger einen neuen Mann an der Seitenlinie, doch laut Schmidt wird sich bei den Borussen dadurch nicht viel ändern: „Das 4-3-3- oder 4-1-4-1-System ist geblieben, das Team ist dafür zusammengestellt. Und wenn alles stimmig ist, weiß man auch, dass ein Topfavorit für die Liga am Start steht.“

Der Trainerwechsel scheint beim Tabellendritten erst einmal gefruchtet zu haben, denn in der Meisterschaft ist der BVB unter Stöger noch ungeschlagen. Lediglich im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München (1:2) hatte man das Nachsehen. Für Wolfsburg geht es darum, die starke Offensive so gut wie möglich in Schach zu halten. Mit 39 erzielten Treffern gehören die Ruhrpottler zu den torgefährlichsten Teams der Bundesliga. „Wir müssen Dortmunds Offensive eindämmen. Man weiß, was auf einen zukommt: maximales Tempo, optimale Laufwege und Pässe, die von Weigl oder Castro da reingespielt werden, wo die Stürmer hinlaufen“, so Schmidt zu seinem Matchplan.

Auf der anderen Seite stehen 24 Gegentore für eine nicht immer ganz so sattelfeste Defensive. Da möchte der Schweizer auch ansetzen: „Das heißt, wenn man den Ball erobert und zielstrebig umschaltet, gibt es auch Möglichkeiten gegen Dortmund. Das streben wir an und das passt auch sehr gut zu unserem Fußball.“ In der Rückrunde gilt es nun für den VfL Wolfsburg, die Leistungen vermehrt in Siege umzuwandeln, um in der Tabelle noch weiter nach oben zu klettern und nicht noch weiter in den Tabellenkeller abzurutschen. „Wir wissen, dass wir an der Präzision, dem Tempo und an der letzten Überzeugung noch schrauben müssen. Daran haben wir gearbeitet, deswegen denke ich, dass wir eine positive Rückrunde gestalten werden“, so Schmidt weiter.

Dann müssen die Wölfe aber ohne Marvin Stefaniak auskommen. Der Mittelfeldakteur wird bis zum Saisonende an den Zweitligisten 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Der 22-Jährige war im Juli 2017 erst aus Dresden zu den Wölfen gekommen und hatte direkt nach seinem Wechsel mit einer hartnäckigen Entzündung am Fuß zu kämpfen.

Von Jannis Klimburg

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