Missglückte Startelf-Premiere

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Ashkan Dejagahl (l., im Luftkampf gegen Ex-VfLer Christian Gentner) stand lange Zeit neben sich.

am Wolfsburg. Neun Spiele, neun Einwechslungen. Im zehnten Anlauf durfte Ashkan Dejagah endlich von Anfang an auflaufen. Überzeugt hat er nicht, sodass Trainer Steve McClaren weiter an seiner Wunschbesetzung im Mittelfeld basteln muss.

Der Joker vom Dienst hatte sich offenbar zu sehr unter Druck gesetzt. Vor der Pause lief bei Dejagah nichts zusammen. Fehlpässe, verstolperte Bälle, schlechtes Stellungsspiel. "Er ist ganz schlecht ins Spiel gekommen und war fürchterlich nervös. Er wollte es allen beweisen und das hat ihn gehemmt", brachte VfL-Manager Dieter Hoeneß Verständnis auf. Coach McClaren gefielt Dejagahs Auftritt ebenfalls nicht. "Er hat nicht die beste Leistung vor der Pause gebracht." Der Engländer wechselte trotzdem nicht. Auch mangels Alternativen. Makoto Hasebe steckt in der Krise, Thomas Kahlenberg hat Probleme in der Rückwärtsbewegung. Und Karim Ziani war lange verletzt. Die linke Mittelfeldseite bleibt Wolfsburgs Kardinalproblem. "Ich habe noch keine Lösung auf dieser Position gefunden. Wir haben ein Problem im Mittelfeld", gibt McClaren zu. Immerhin steigerte sich Dejagah nach dem Wechsel und vergab freistehend eine Riesenchance nach 52 Minuten. "Er hat sich reingehängt und eine solide Leistung abgeliefert", so Hoeneß. Ausgewechselt wurden andere: Dzeko, Grafite und Diego. McClaren wollte mit aller Macht den 2:0-Vorsprung sichern. "Das hatte taktische Gründe", erklärte der Engländer.

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