McClarens Fingerzeig: „VfL zurück in die Spitze führen"

Steve McClaren gibt die Richtung schon einmal vor: Der neue VfL-Coach will die Wölfe wieder nach oben führen.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Der große Hoffnungsträger des VfL Wolfsburg hat Großes vor: "Ich bin hier, um den Verein dort hinzuführen, wo er hingehört – in die Spitze der Fußball-Bundesliga", kündigte der neue Trainer Steve McClaren gestern bei seiner offiziellen Vorstellung an.

Die Marschroute des 49-Jährigen, der zur dreitägigen Stippvisite in Wolfsburg weilt, steht: "Wir wollen was richtig Tolles erreichen. Deswegen bin ich hier", sagte McClaren, der den gestürzten Meister zurück in die Erfolgsspur führen und Ursachenforschung betreiben will. "Ich muss fragen, wie man von Platz eins auf acht abrutschen kann und wie man von 8 auf 1 wieder hochkommen kann." Der smarte McClaren begibt sich keinesfalls auf unbekanntes Terrain. In der abgelaufenen Saison wurde er mit Twente Enschede überraschend holländischer Meister, konnte aber der verlockenden Wolfsburger Offerte nicht widerstehen. "Das Angebot war einfach zu gut. Die handelnden Personen haben mich mit ihrem Enthusiasmus und ihren Ambitionen überzeugt." Das in ihn gesetzte Vertrauen will Englands Ex-Nationaltrainer nun mit aller Macht zurückzahlen. Es sei eine Freude und eine Ehre, Trainer des VfL Wolfsburg zu sein, mit dem er jedes Spiel gewinnen will. "Dazu bin ich hier", erklärte er vor zwölf Kamerateams und rund 90 Journalisten. McClaren findet bei seinem neuen Arbeitgeber optimale sportliche, finanzielle, aber auch organisatorische Voraussetzungen vor, die ihm die Arbeit erleichtern. Der Kader sei gespickt mit "einigen Weltklassespielern" und VW sorgt für den finanziellen Spielraum. "Ich bin glücklich, dass ein solches Unternehmen dahinter steckt", so McClaren, der schon während seiner Tätigkeit in Holland hinter dem Steuer eines VW gesessen habe. Bei der Eingewöhnungsphase setzt der erste englische Fußball-Lehrer seit der Bundesliga-Gründung 1963 auf seinen Mitarbeiterstab, der ihm die Integration und Überbrückung sprachlicher Barrieren erleichtern soll. Alle würden sehr gut englisch sprechen, trotzdem soll ein Dolmetscher die Kommunikation in der Anfangszeit erleichtern. "Ich werde die Unterstützung haben. Wichtig ist aber auch, dass ich die deutsche Sprache lerne." Anders als bei seiner letzten Trainerstation wird die Familie nach Wolfsburg kommen. "Das ist für mich sehr wichtig."

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