McClarens Eigentor: Lieber Risiko-Trio als Reservisten

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Fehlbesetzung!? Mario Mandzukic (vorn), einer von drei angeschlagenen VfL-Spielern, enttäuschte gegen Dortmund auf ganzer Linie.

ib Wolfsburg. Auch wenn er auf diese Form der Beweisführung gern verzichtet hätte: Steve McClaren sah sich nach der 0:3-Vorführung gegen Dortmund darin bestätigt, dass der VfL Wolfsburg dringenden Sofort-Bedarf an neuen Kräften hat.

Dem VfL-Coach fehlt die nötige Tiefe im Aufgebot. „Unser Kader ist nicht groß genug, das hat man heute gesehen.“ Und er fügte hinzu: „Gegen solch einen starken Gegner braucht man zu 100 Prozent fitte Spieler.“ Wobei diese Aussage auch als Eigentor aufzufassen war. Hatte der Engländer doch die angeschlagenen Grafite, Mario Mandzukic und Sascha Riether aufgeboten, statt der zweiten Reihe eine Chance einzuräumen. Diese scheint den Qualitäts-Ansprüchen nicht zu genügen. Anders ließ sich McClarens Begründung nicht deuten. „Bei den Spielern, die wir in der Hinterhand hatten, bin ich dieses Risiko eingegangen. Wir haben gedacht, es lohnt sich.“ Falsch gedacht! Womöglich waren sie durch ihre Verletzungen gehemmt, aber: Mandzukic entpuppte sich als Totalausfall, Grafite blieb ebenfalls wirkungslos – und Riether musste nach nur 20 Minuten raus. Der Defensiv-Allrounder hatte mit aller Macht spielen wollen. Und musste einsehen: „Anscheinend war es noch ein bisschen zu früh.“ Nach dem Abschlusstraining am Freitag hatte die ärztliche Abteilung des VfL alle Register gezogen, um Riether einsatzfähig zu bekommen, auch mit Spritzen. „Beim Warmmachen war es ganz gut.“ Doch gleich zu Beginn verursachte die Innenbanddehnung Schmerzen. „Ich habe gedacht, vielleicht geht es wieder weg“, so Riether. Ging es nicht. VfL-Manager Dieter Hoeneß scheint McClarens Flehen nach Verstärkungen zu erhören. Neben Schalkes Jefferson Farfan sollen weitere Spieler kommen.

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