Mann der Stunde: Aber Perisic ist „sauer“

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Da war die Welt von Ivan Perisic noch in Ordnung: Wolfsburgs Doppelpacker bejubelt mit Christian Träsch oberkörperfrei das 2:1.

ib Wolfsburg. Doppelpack im Heimspiel zuvor gegen Nürnberg, Doppelpack nun gegen Freiburg – und zwischendurch der Treffer in Hamburg: Noch nie war Ivan Perisic für den VfL Wolfsburg so wertvoll wie zurzeit. Eitel Sonnenschein war am Sonnabend nach dem 2:2 aber dennoch nicht beim schüchternen Kroaten.

Seine Saisontore Nr. 8 und 9 hätte er liebend gerne hergeschenkt. Für die Punkte 55 und 56. „Ich bin sauer“, gab der linke Offensivmann unverhohlen zu. „Egal, wer die Tore schießt: Wichtiger waren die drei Punkte.“ Perisic hat mit Borussia Dortmund bereits rauschende Abende in der Champions League erlebt. Und will nun auch königliche Momente mit dem VfL erleben. Einen großen Schritt in diese Richtung verpassten er und seine Teamkollegen gegen den SCF. „Ein Punkt ist nicht genug“, klagte der 25-Jährige. „Nach dem 2:1 müssen wir konzentrierter bleiben.“

Perisic selbst war durchaus im Bilde am Sonnabend. Der nächste Doppelpack inklusive des zweiten Blitz-Treffers – in Hamburg hatte er den VfL nach zwei, gegen Freiburg nach drei Minuten in Führung gebracht – ist ein weiterer Beleg für seinen aufgehenden Stern. „Er ist richtig angekommen bei uns, hat einen enormen Sprung nach vorne gemacht“, attestierte ihm auch sein Coach Dieter Hecking einen Schub. Bei den Toren hätte Perisic „instinktiv gehandelt“.

Wie ein waschechter Torjäger. So wie Ivica Olic einer ist. Der ging leer aus, lobte aber ebenfalls den Aufschwung seines Landsmannes: „Er hat jetzt das Vertrauen, was er braucht. Schießt Tore und gibt Vorlagen. Es ist eine gute Saison für Ivan.“

Sie wäre noch besser, wenn er am Ende doch noch mit den Wölfen in die Champions League-Quali vorstoßen würde. „Wir probieren noch zweimal zu gewinnen“, gab sich Perisic kämpferisch. Die sportliche Leitung jedenfalls macht keinen Druck. „Sollte es mit dem vierten Platz nicht klappen, dürfen wir nicht enttäuscht sein“, sagte Hecking. Und auch Manager Klaus Allofs meinte: „Nach dem Spiel kann man enttäuscht sein. Aber mit der Gesamtsituation können wir zufrieden sein.“

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