Mandzukic trifft, Benaglio hält, Wolfsburg siegt

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Mario Mandzukic zeigt’s an: Der VfL-Stürmer schenkte Nürnbergs Torwart Alexander Stephan gleich zwei Tore ein.

dpa/ib Wolfsburg. Die Mitspieler bedankten sich zuerst bei den Matchwinnern: Torwart Diego Benaglio und Doppel-Torschütze Mario Mandzukic retteten dem VfL Wolfsburg am Sonnabend den dritten Heimsieg in Folge. Nach dem glücklichen 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg lobte Trainer Felix Magath seinen Super-Mario: „Er war heute in sehr guter Verfassung und hat uns gemeinsam mit Benaglio das Spiel gewonnen.“

Wahre Worte. Mandzukic war praktisch überall zu finden, erzielte die Tore per Kopf (24.) und Foulelfmeter (83.). Zwischenzeitlich hatte Nürnberg vor 27 112 Zuschauern durch Christian Eigler (70.) ausgeglichen. „Ich kann das schwer akzeptieren“, klagte FCN-Coach Dieter Hecking über nur eine vernünftige Halbzeit.

Die Wolfsburger waren gegen den Gast aus Franken insgesamt die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Der VfL versuchte mit zwei Neulingen von Beginn an, das Spiel zu bestimmen, und erarbeitete sich insgesamt ein deutliches Übergewicht. Nur nutzten die Wolfsburger ihre Chancen nicht konsequent und mussten bis zu Mandzukic’ fünftem Saisontor zittern.

Mit dem 20 Jahre alten Mittelfeldspieler Yohandry Orozco und dem 19 Jahre alten Abwehrspieler Bjarne Thoelke hatte Magath zwei junge Neulinge gebracht und zudem mit dem 34-jährigen Routinier Hasan Salihamidzic als Rechtsverteidiger überrascht.

Der Spielaufbau des VfL wirkte zielstrebiger, lief erfolgreich vor allem über die rechte Seite mit Ashkan Dejagah. Der Deutsch-Iraner bereitete mit einer Flanke auch das Führungstor vor – dabei sah FCN-Keeper Alexander Stephan nicht gut aus, segelte am Ball vorbei. Dass der VfL nicht frühzeitig die Entscheidung herbeiführte, lag dann aber doch vor allem am später starken Schlussmann, der etwa gegen den keine Minute zuvor eingewechselten Thomas Hitzlsperger (55.) prächtig parierte. „Das ging ganz schnell. Vielleicht war ich selbst überrascht. Aber den muss ich reinmachen“, räumte „The Hammer“ ein.

Orozco, der zuvor noch nie eingesetzte Nachwuchsmann aus Venezuela, setzte bei seinem ersten Punktspiel für den VfL auf der linken Mittelfeldseite einige Akzente. Selten effektiv.

Die gleich doppelt umgebaute Abwehr der Wolfsburger stand nur in Hälfte eins wirklich sicher. Zunächst spielte Alexander Madlung mit Thoelke in der Innenverteidigung. Das passte. Doch Madlung musste mit Oberschenkelverletzung raus, dafür kam der etatmäßige Mittelfeldspieler Jan Polak und stellte ein Sicherheitsrisiko dar.

Die Nürnberger kamen erst spät zu gefährlichen Angriffen, dafür aber in geballter Ladung. Zum Pechvogel avancierte der Ex-Wolfsburger Alexander Esswein. In Halbzeit eins war er bereits am Pfosten gescheitert, nach dem Ausgleich vergab Esswein dann zweimal freistehend nach kapitalen Schnitzern von Polak und Thoelke (75., 77.) gegen Benaglio das mögliche 2:1 für die Gäste. Das fiel dann auf der Gegenseite. Der VfL-Keeper zu seinen zwei Paraden: „Ich kenne ihn so gut wie er mich kennt. Das war ein faires Duell. Glücklicherweise mit dem besseren Ende für uns.“

 

Das Spiel im Stenogramm:

VfL Wolfsburg: Benaglio – Salihamidzic (63. Hasebe), Madlung (46. Polák), Thoelke, Schäfer – Träsch, Josué – Dejagah, Orozco (54. Hitzlsperger) – Mandžukić, Lakic.

Nürnberg: Stephan – Chandler, Wollscheid, Klose, Plattenhardt – Simons – Mak (58. Eigler/72. Kamavuaka), Feulner, Hegeler (68. Frantz), Esswein - Pekhart.

Tore: 1:0 Mandžukić (24.), 1:1 Eigler (70.), 2:1 Mandžukić (83., FE). Gelbe Karten: Dejagah, Polák / Frantz.
Zuschauer: 27.112.
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden).

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