Fußball – Ehemaliger VfL-Stürmer gastiert mit seinem neuen Club Atlético Madrid zum Stadionfest-Hit in Wolfsburg

Für Mandzukic schließt sich Sonntag der Kreis

Wolfsburg. 2012 wechselte er von der Aller an die Isar. Doch trotz der stattlichen Quote von 33 Toren in 54 Bundesliga-Spielen wurde Mario Mandzukic beim großen FC Bayern von Star-Trainer Pep Guadiola am Ende praktisch aussortiert. Gestrichen fürs DFB-Pokal-Finale.

Dazu die Verpflichtung von Dortmunds Super-Knipser Robert Lewandowski. Von dieser Situation hatte der Kroate die Nase wiederum gestrichen voll – und flüchtete zu Atlético Madrid. Am kommenden Sonntag (18 Uhr) schließt sich für Mandzukic nun der Kreis: Mit seinem neuen Club gastiert er zum Stadionfest-Knaller beim VfL Wolfsburg. Dort, wo der steile Karriere-Schub begann.

In der Sommerpause war sogar eifrig über eine längerfristige Rückkehr des 28-Jährigen zu den Wölfen spekuliert worden. Immerhin sucht VfL-Manager Klaus Allofs händeringend einen Top-Stürmer. Es bleibt bei einem Kurz-Besuch an alter Wirkungsstätte.

Zurückgehalten hat sich die extrovertierte Kämpfernatur, der bei Atlético die Lücke des ehemaligen Torjägers Diego Costa (wechselte für 38 Millionen Euro zum FC Chelsea) schließen soll, bei seinen Wiedersehen mit Wolfsburg nie. Vor fünf Monaten erzielte Mandzukic beim 6:1 des Rekordmeisters in der VW-Arena einen Doppelpack, insgesamt schenkte er den Grün-Weißen sechs Tore in Liga- und DFB-Pokal-Spielen ein. Aber nicht nur wegen Madrids neuer Nr. 9 dürfen sich die Wolfsburger Fans auf das letzte Testspiel der Vorbereitung freuen. Die Rojiblancos sind wieder wer im europäischen Fußball. Jahrelang stand Atlético weit im Schatten des Stadtrivalen Real Madrid. Doch mit dem Gewinn der spanischen Meisterschaft und dem Einzug ins Champions League-Finale eben gegen die Königlichen (1:4 nach Verlängerung) hat sich der Traditionsverein zurück in den Renommee-Reigen geschossen.

Am Mittwochabend trennte sich Atleti in der Türkei beim Benefizspiel zugunsten der Minenunglücksopfer torlos von Galatasaray Istanbul. Mandzukic spielte an vorderster Front 90 Minuten durch. Wurde Madrids türkischer Nationalspieler Arda Turan von den Fans frenetisch gefeiert, so dürfte am Sonntag beim Wolfsburger Publikum der einstige Goalgetter durchaus warm empfangen werden.

Von Ingo Barrenscheen

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