Fußball – Große Erwartungen an Neuzugang

Malli siedelt VfL in „Top Sechs“ an

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Große Erwartungen von und an Yunus Malli: Er sieht den VfL unter den Top Sechs und soll zum Aufschwung beitragen.

ib/dpa La Manga. Manchmal muss man einen Schritt beziehungsweise drei Tabellenplätze zurückmachen, um zwei Schritte vorwärts zu kommen.

Obwohl sich Yunus Malli rein tabellarisch mit dem Geheim-Wechsel vom FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg erst einmal verschlechtert hat, sagte er gestern bei seiner offiziellen Vorstellung im Trainingslager im spanischen La Manga: „Für mich ist das ein Schritt nach vorne. “.

Wolfsburgs sportlicher Leiter Olaf Rebbe hatte den Top-Deal mit dem aktuell sechstbesten Scorer dieser Bundesliga-Saison (sechs Tore, sieben Vorlagen) im stillen Kämmerlein abgewickelt. Untypisch in medial beherrschten Zeiten. Seit Neujahrsbeginn hätte der VfL um seine neue Nummer 10 gebuhlt, Malli musste „aus dem Bauch heraus entscheiden. Der Verein hat sich sehr um mich bemüht. Und es war bekannt, dass ich den nächsten Schritt machen wollte.“ Klingt zunächst einmal paradox beim Wechsel vom Tabellenzehnten zum 13... Doch für den türkischen Nationalspieler (24) gehört der VfL „unter die Top Sechs. Es ist bekannt, dass der Verein nicht da steht, wo er stehen sollte.“ Erst einmal muss er mit seinen neuen Teamkollegen logischerweise den Abstiegskampf annehmen. Doch Malli liebäugelt mit anderen Sphären. „Es gibt noch viele Spiele und es kann schnell gehen im Fußball.“

Die gewichtige 10 auf seinem Rücken, die er vom abgewanderten Julian Draxler übernimmt, bedeute ihm sehr viel. Denn sie steht exakt für seine Lieblingsposition. „Das ist für mich Motivation, keine Last.“ Er könne seine Stärken „am besten auf der Zehn zur Geltung bringen“, betonte der gebürtige Kasseler.

Von VfL-Coach Valérien Ismaël bekam Malli schon eine Art Freibrief. „Yunus ist der klassische Zehner, den man gerne in einer Mannschaft hat. Er ist komplett für mich. Er ist der Spieler, der den Unterschied macht.“

Der 12,5 Millionen-Deal sei aber weniger eine Reaktion auf den Draxler-Verkauf denn auf die Verletzung von Daniel Didavi, erklärte Rebbe in La Manga. „Wir wissen nicht, wann er zurück kommt.“ Der Ex-Stuttgarter Didavi hat seit Monaten Kniebeschwerden, kann bisher im Trainingslager nur individuell trainieren. „Wir haben gesagt, dass wir im Januar Spieler brauchen, die bereit sind“, unterstrich Ismaël und ergänzte: „Es war klar, dass wir da bei der Gelegenheit Malli zugreifen mussten.“

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