Mainz ist wie München!

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Wolfsburgs Rechtsverteidiger Fagner (m.) wird Trainer Dieter Hecking im Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 am Sonnabend fehlen. Für ihn wird wohl Makoto Hasebe hinten rechts spielen.

Wolfsburg - Von Matthias Jansen. Mainz ist das nächste München! Sagt Klaus Allofs, Manager von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg. Im übertragenen Sinne! Damit war natürlich nicht gemeint, dass der FSV Mainz 05 – am Sonnabend ab 15.30 Uhr Gastgeber der Automobilstädter – in den nächsten Jahren den Rekordmeister von der Isar als Titelhamster Nummer eins ablöst.

Vielmehr war die Allofsche Formel – Mainz ist gleich München – eine Aufforderung an seine doch noch sehr wechselhaften Wölfe. Eine Leistung wie beim 0:2 gegen den Tabellenführer sollten die Grün-Weißen doch bitte in jedem Spiel zeigen.

„Gegen den FC Bayern haben wir gesehen, was wir mit viel Leidenschaft und Engagement leisten können“, sagt Trainer Dieter Hecking und sieht wie Allofs die M-Parallele. Zurückhaltung bei den noch nicht ganz so großen Mainzern wäre nach dem guten Spiel gegen die fast schon übermächtigen Münchner völlig falsch.

„In Mainz kann man sich kein Abwarten leisten. Wenn man gegen diese Mannschaft abwarten möchte, kann man nach einer Viertelstunde die Koffer packen, in den Bus steigen und nach Hause fahren“, warnt Hecking vor der Rückreise mit leeren Händen.

Denn der FSV verkörpert die Leistung der Wolfsburger aus dem München-Spiel beinahe in perfekter Art und Weise. „Einsatz und Leidenschaft. Das lebt Mainz Woche für Woche vor“, lobt Hecking den nächsten Gegner, der als Siebter wieder eine starke Saison spielt.

„Der FSV holt wie in den letzten Jahren schon das Optimum aus seinen Möglichkeiten heraus“, ist der Wolfsburger Trainer von der Arbeit beim selbsternannten Karnevalsclub angetan. Trainer Thomas Tuchel habe ein Kollektiv erschaffen, das mit der Defensivarbeit in der gegnerischen Hälfte anfange und über einige Klasse-Spieler verfüge. „Wir bekommen es mit einem erfahrenen Gegner zu tun“, ist sich Hecking sicher.

Um Punkte mitzunehmen und sich von der Abstiegszone weiter abzusetzen, bedarf es vor allem in der Offensive einer Steigerung. „Wir wollen am Wochenende nicht nur kämpferisch überzeugen, sondern auch fußballerisch dagegenhalten“, sagt Hecking. Gegen Bayern wäre sein Team zwar im letzten Drittel des Feldes präsent gewesen, habe aber die Konsequenz im Abschluss vermissen lassen.

Ein Kandidat für mehr Durchschlagskraft ist Patrick Helmes. Der Stürmer habe „die Woche über gut trainiert“, ließ Hecking wissen. Im Gegensatz zu Fagner. Der rechte Verteidiger wird für den Mainz-Kader keine Rolle spielen. So ist Makoto Hasebe rechts hinten wohl wieder erste Wahl. „Makoto ist sehr zuverlässig. Egal wo er spielt, er hat immer seine Leistung gebracht“, lobt Hecking. Vielleicht kann er das nach dem Mainz-Spiel von allen seinen Spielern sagen.

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