Magaths Schweigeminute – Kjaer offenbar nicht unverkäuflich

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Ist die Zeit von Simon Kjaer beim VfL abgelaufen?

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Das Schweigen vor dem Blätterwald: Es hatte größere Aussagekraft als jedes Wort. Nach dem empfindlichen Rückschlag des VfL Wolfsburg in Mönchengladbach gab Trainer Felix Magath bei der Pressekonferenz gut eine Minute lang keinen Ton zur bitteren 1:4-Abfuhr von sich.

Abwarten und erst einmal einen (Beruhigungs-)Tee trinken. Dann redete Magath doch. Von Instabilität der Wölfe. Die eigentlich nach dem Pokal-Desaster von Leipzig abgehakt zu sein schien. Ein Fall von denkste. Magath versuchte aber, den Mutmacher zu mimen. „Heute war fast alles schlecht, aber trotzdem müssen wir jetzt ganz schnell wieder aufstehen.“

Auch die Erst-Bestandsaufnahme von Blitz-Debütant Thomas Hitzlsperger (spielte nach nur einer Trainingseinheit von Beginn an und wirkte noch wie ein Fremdkörper) offenbarte viel: „Wir müssen anders spielen, haben viel zu offen agiert.“

Auch die anderen Wolfsburger haderten gewaltig mit sich selbst. Vor allem Simon Kjaer, der das 1:1 mit seinem Ausrutscher verschuldete und danach von allen guten Geistern verlassen war. „Es ist total blöd, dass ich da ausgerutscht bin. Es gibt im Stadion keinen, der sich mehr darüber ärgert als ich.“ Kopfschütteln aber auch bei VfL-Kapitän Christian Träsch. „Das war eine Niederlage, die nicht sein musste. Der Fehler von Simon war Pech und ist ärgerlich, aber es stand dann erst 1:1, und es ging nochmal von vorne los.“ Eigentlich... Doch die Wölfe waren wie paralysiert. Träsch: „Wir haben es in diesem Spiel nicht auf die Reihe bekommen – so dürfen wir nicht auftreten.“

Ob es die andauernden Wechselgerüchte waren, die Kjaer aus dem Gleichgewicht brachten? Angesprochen auf einen möglichen Wechsel meinte der Däne: „Der Einzige, der entscheidet, ist Felix Magath. Ich habe nicht von ihm gehört, dass er mich verkaufen will.“ Der VfL-Coach indes machte bereits Andeutungen. „Es gibt die Überlegung, diese Position vielleicht mit einem erfahreneren Spieler zu besetzen.“

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