Magaths Rechnung: Noch zwei Siege zur Rettung

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Der VfL Wolfsburg (l. Sascha Riether im Zweikampf mit Werders Kapitän Torsten Frings) muss sich am heutigen Abend ganz lang machen, um im Abstiegskampf bestehen zu können.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Drei Spiele, zwei Siege. Fertig ist der Klassenerhalt. Diese einfache Rechnung zur Rettung des VfL Wolfsburg stellt Trainer Felix Magath auf. Mit einem Auswärtssieg beim SV Werder Bremen am heutigen Freitag (20.30 Uhr) wäre demnach die halbe Miete erreicht.

„Ich gehe davon aus, dass zwei Siege reichen könnten für den Klassenverbleib“, sagte Magath am Donnerstag und sieht vielversprechende Anzeichen für die endgültige Trendwende nach dem 4:1 gegen Köln. „Der Erfolg hat die Spieler sicherer gemacht, das hat man im Training gemerkt, sie sind die Einheiten wesentlich lockerer angegangen.“

Angespannt bleibt die Tabellensituation, wenngleich der VfL mit einem Sieg in Bremen zumindest für eine Nacht den Relegationsplatz verlassen und Frankfurt mit einem Punkt Vorsprung vorläufig hinter sich lassen könnte.

„Der Sieg hat uns allen Erleichterung verschafft. Aber wir müssen ihn jetzt auch nutzen, um auch in Bremen etwas zu holen“, fordert Magath und stellt sich bis zum Schluss auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Klassenerhalt eingestellt. Kein Verein sei abgeschlagen, keine Mannschaft chancenlos. Obgleich die punktgleichen Schlusslichter FC St. Pauli und Mönchengladbach, das nach dem Sensationssieg über Dortmund seit einer gefühlten Ewigkeit den letzten Rang verlassen hat, mit drei Zählern Rückstand auf Wolfsburg in die letzten drei Spiele starten.

Magath schaut nicht zurück, orientiert sich lieber an Platz 15. „Ich bin optimistisch.“ Das gilt genauso für den Saisonausgang wie für die Freitagspartie. „Die Spieler haben Blut geleckt und wollen unbedingt in Bremen gewinnen. Und wenn wir so auftreten wie gegen Köln, dann sehe ich dafür gute Chancen.“

Magath versucht den Gegner in Sicherheit zu wiegen, gratuliert der Weser-Elf indirekt zu einer weiteren Saison in der Bundesliga. „Sie sind durch den Sieg auf St. Pauli über der Klippe und dürfen sich den Rest in Ruhe anschauen. Mit dem Abstiegskampf haben sie nichts mehr zu tun.“

Der Vorsprung auf den VfL beträgt sechs Punkte. Rein rechnerisch können die Gastgeber noch abgefangen werden. Magath bleibt bei seiner Theorie, die nicht unbedingt vorteilhaft ist. Der Gegner könnte befreit aufspielen. Nicht so der VfL, für den es ums Überleben geht.

Den Tabellenelften energisch bekämpfen, ihn am Spielaufbau hindern und eigene Akzente setzen, so sieht Magaths Taktik im Weserstadion aus. Die vielversprechenden Ansätze gegen Köln reichen auf dem Weg zum angepeilten Dreier nicht aus. „Wir brauchen eine weitere Leistungssteigerung.“

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