Magath zwischen Ratlosigkeit und Verzweiflung

+
Ratlos! Wolfsburgs Trainer Felix Magath konnte sich die Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte nicht erklären.

ib Wolfsburg. Die Ohnmacht griff um sich. Kollektives Schulterzucken und leere Gesichter beim VfL Wolfsburg nach der vergurkten Vorstellung gegen Mainz. Und wenn die pure Ratlosigkeit selbst den Trainer übermannt, verheißt das meist nichts Gutes...

Genauso (geistes)abwesend, wie seine Spieler am Sonnabend die 2:0-Pausenführung hergeschenkt hatten, rührte Felix Magath in seinem Kamillentee. Seiner entgeisterten Miene war das Missfallen, aber auch die Verzweiflung über die immer wiederkehrende Wankelmütigkeit der Wölfe abzulesen. „Ich habe keine Erklärung“, seufzte Magath ins Mikrofon und sprach von einer „alten Schwäche“. An der selbst der Meistertrainer zu Versagen droht. Warum in aller Herrgottsnamen andauernd diese lästigen Leistungseinbrüche? Der Spielverlauf begleite den VfL seit Monaten, meinte Magath. Nach dem Anschluss sei zu spüren gewesen, dass die Mannschaft „Angst hat“, räumte er unverhohlen ein. „Wir haben uns nur noch passiv verhalten.“ Eine Mentalität, an der schon teils seine Vorgänger zerbrochen sind.

Unweigerlich kamen am Sonnabend Flashbacks an das unglaubliche 3:4 aus der Vorsaison gegen Mainz nach 3:0-Führung aus den dunkelsten Ecken der Erinnerung ans Tageslicht. Ganz so dramatisch ging das aktuelle Heimspiel zwar nicht aus, Josué etwa fühlte nach dem 2:2-Ausgleich aber doch ein Déjà-Vu in sich aufsteigen. „Da hat sich ein Film in meinem Kopf abgespielt.“ FSV-Coach Thomas Tuchel empfand nur bedingt Parallelen. „Das hat sich komplett anders angefühlt.“

Für den VfL fühlte sich das Remis wie eine schwere Niederlage an. Keine gute Vorlage für die anschließende Weihnachtsfeier. Josué ahnte schon vorab: „Das Klima wird nicht gut sein.“ Gezeichnet vom drohenden Abstiegskampf. Auch den wird Wolfsburg scheinbar nicht los.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare