Magath will oben angreifen

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Magath war sich nicht zu schade und machte beim Medizinball-Training mit.

am Oeversee. Felix Magath bläst zum Angriff. Schon am ersten Tag des Trainingslagers in Oeversee machte der Coach des VfL Wolfsburg seinen Profis klar, was er von ihnen in der kommenden Saison erwartet. „Wir wollen oben mitspielen.“

Die Botschaft ist unmissverständlich. Magath fordert von den Spielern nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison ein Umdenken. „Wir müssen zusammenstehen.“ Ziel sei die Rückkehr in den Kreis der Spitzenteams der Bundesliga.

Und dafür lässt der Trainer den VfL richtig schuften. Schon am ersten Tag kamen die Medizinbälle zum Einsatz. Krafttraining, Kondition und Ballarbeit wechseln sich ab. Magath ging mit gutem Beispiel voran und trainierte gemeinsam mit der Mannschaft und den Gummikugeln. „Natürlich ist er ein harter Trainer und hat seine eigene Art. Aber wenn man im Kopf bereit ist, mitzuziehen, dann lohnt es sich auch“, sagt Verteidiger Simon Kjaer über seinen Coach und ist sich sicher: „Wie hart es wird, das interessiert nach der letzten Saison ohnehin keinen von uns. Die Hauptsache ist, die Ergebnisse stimmen.“ Am Dienstag stießen mit Josué, Ja-Cheol Koo und Makoto Hasebe die verbliebenen drei Spieler dazu und werden beim Mittwochstest im dänischen Sønderborg gegen Erstligist Sønderborg Elitesport dabei sein.

Im Trainingslager ist auch Diego, der zwar keine Zukunft beim VfL hat, sich aber fit hält und das volle Programm absolviert. „Er macht das, was verlangt wird“, kommentierte Magath trocken. Womöglich ist er den Brasilianer bald los. Der Ex-Spielmacher hat Kontakte zu englischen Klubs bestätigt. Der FC Liverpool soll interessiert sein.

Allerdings könnte sich der Wechsel kompliziert gestalten, weil die Wolfsburger mindestens zehn Millionen Euro verlangen. „Es ist wahr, dass ich mit einigen englischen Klubs in Kontakt stehe. Ich werde diesen Angeboten spezielle Beachtung schenken“, sagte Diego gegenüber der englischen Zeitung „The Independent“.

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