Fußball – Bundesliga: Verfolger Wolfsburg empfängt Spitzenreiter Bayern München

Magath traut VfL den Titel zu

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Enteilt: Vor dem Rückrundenstart am Freitag hat Tabellenführer Bayern München (Thomas Müller/l.) den VfL Wolfsburg (Robin Knoche/r.) schon um elf Zähler distanziert. Felix Magath (kleines Foto) traut seinem Ex-Club dennoch den Titel zu.

Wolfsburg. Besser hätte die Ansetzung nicht sein können. Die Fußball-Bundesliga startet am Freitag (20.30 Uhr) mit einem Kracher in die Rückrunde: Der Zweite VfL Wolfsburg empfängt Tabellenführer FC Bayern München.

Eine Konstellation, an der sich bis zum Saisonende nichts mehr ändern wird. Das jedenfalls glaubt der Großteil der Trainer und Manager aus dem deutschen Fußball-Oberhaus.

Felix Magath nicht. Für den früheren Trainer der Wölfe ist die 25. Meisterschaft der Bayern noch längst nicht in Stein gemeißelt. „Ich traue dem Klub zu, die Schale wieder nach Wolfsburg zu holen“, sagte der 61-Jährige der Sport-Bild. Angesichts von elf Punkten Rückstand des VfL auf die noch ungeschlagenen Münchner ist das schon eine überraschende Aussage. Allerdings spricht Magath auch aus eigener Erfahrung.

Zur Erinnerung: 2009 feierten die Grün-Weißen mit Trainer Magath die bisher einzige Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Als Neunter mit neun Punkten Rückstand auf Herbstmeister Hoffenheim in die zweite Saisonhälfte gestartet, hängte der VfL die Konkurrenz sensationell noch ab.

Viel hängt bereits vom Duell am Freitag ab, ob sich die (Erfolgs-)Geschichte wiederholen kann. „Mit einem Heimsieg gegen den Meister kann Wolfsburg die Liga nicht nur deutlich spannender machen, sondern am Ende der Saison auch vor den Münchnern stehen“, glaubt Magath. „Denn solche Erfolge geben einer Mannschaft einen zusätzlichen Schub.“

Wie am 4. April 2009, als der amtierende Double-Sieger von der Isar beim 1:5 von Grafite, Edin Dzeko und Co. überfahren wurde. Das sei die „entscheidende Partie“ auf dem Weg zur Meisterschaft gewesen, sagte der Europameister von 1980.

Vergleichbar ist die damalige mit der heutigen Situation nun wirklich nicht. Die Vorbereitung der Wölfe war wegen des tragischen Unfalltods von Junior Malanda mehr als suboptimal. „Uns fehlt eine Woche“, hatte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking schon geäußert.

Und auch personell hat der aktuelle Herr der Wölfe einige Sorgen. Für Josuha Guilavogui kommt der Hit wahrscheinlich zu früh. Der Franzose hatte sich in der Winterpause an der Leiste operieren lassen und ist erst jetzt wieder ins Lauftraining eingestiegen.

Fragezeichen stehen noch hinter Naldo (Knieprellung) und Ivan Perisic (Adduktorenprobleme).

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