Magath: „Träsch wird am Montag ein Wolf“

+
Tribünen-Talk: Christian Träsch (r.) verfolgte am Sonntag Wolfsburgs Testspiel gegen Villarreal an der Seite von VW-Chef Prof. Martin Winterkorn.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Der wochenlange Transferpoker um Christian Träsch ist beendet. Wolfsburgs Trainer Felix Magath bestätigte beim Stadionfest des Fußball-Bundesligisten den Wechsel des Nationalspielers vom VfB Stuttgart.

Als Neuzugang wurde Träsch bei der Saisoneröffnung am Sonntag aber noch nicht vorgestellt. „Wir haben uns mit dem VfB mündlich geeinigt. Weil der Vertrag am Wochenende noch nicht unterschrieben wurde, werden wir noch warten, bis die Tinte trocken ist“, erklärte Magath und schob gleich hinterher, dass dies am Montag geschehen werde. „Dann wird er auch ein Wolf sein.“

Träsch, der laut Bild-Zeitung rund zehn Millionen Euro kostet, hatte am Sonnabend das Trainingslager des VfB im österreichischen Längenfeld verlassen, um in Wolfsburg die sportärztliche Untersuchung zu absolvieren. Am Sonntag verfolgte der siebenfache deutsche Nationalspieler das Testspiel seiner zukünftigen Kollegen gegen Villarreal.

Damit endet ein zweimonatiges Tauziehen, nachdem Träsch Stuttgarts Verantwortlichen mitgeteilt hatte, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde. Für den VfB war es in diesem Sommer die letzte Chance, für den Allrounder eine Ablösesumme zu kassieren. Magath war lange Zeit nicht bereit, die geforderten 13 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. „Wir hätten ihn gern gehalten. Aber Christian hatte sich entschieden und wollte wechseln“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic, der um Träsch herum eine neue Mannschaft aufbauen wollte.

Magath, der den 23-Jährigen bereits vor einem halben Jahr zu seinem damaligen Klub Schalke 04 holen wollte, verspricht sich viel von seinem teuersten Neuzugang dieser Sommerpause. „Er ist ein mannschaftsdienlicher Spieler und kniet sich voll rein. Seine Stärken liegen in der Defensive und Offensive.“

Der Coach erhofft sich speziell aus der zweiten Reihe mehr Torgefahr. „Das ist das, was hier vermisst wurde. Schüsse und Tore aus 20, 25 Metern.“ Träsch absolvierte 83 Bundesliga-Spiele (5 Tore) für Stuttgart und war bei den Schwaben nach seinem Wechsel vom Zweitligisten 1860 München zum Nationalspieler gereift. Unter Magath will er seiner Karriere einen Schub verleihen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare