Magath schärft Sinne – für Leipzig und Berlin

+
Vorsicht, Stolperfalle! Der VfL Wolfsburg (r. Neuzugang Srdjan Lakic) darf sich im DFB-Pokal-Spiel beim ambitionierten Viertligisten RB Leipzig nicht zurücknehmen und muss vollen Einsatz zeigen. Das Ziel lautet: Finale in Berlin.

Wolfsburg. Felix Magath denkt in großen Dimensionen. Einerseits warnt der Trainer des VfL Wolfsburg seine Spieler zwar vor dem verkappten Profi-Team RB Leipzig, andererseits sieht er die heutige Partie im DFB-Pokal (20.30 Uhr) aber nur als die erste Station auf dem Weg nach Berlin.

Motivationskünstler Magath. Vor dem Pflichtspielstart beim ambitionierten Viertligisten aus Sachsen schärfte der Trainer zwar den Sinn für die Aktualität und die durchaus gegebenen Pokalschreck-Qualitäten des Gegners, köderte seine Wölfe aber auch mit einem verlockenden Bild am Horizont: dem Endspiel im Berliner Olympiastadion. „Leipzig könnte in meinen Augen auch in der 2. Liga spielen. Trotzdem geht es für mich nicht allein darum, am Freitagabend eine Runde weiterzukommen“, so Magath. „Stattdessen habe ich meinen Spielern gesagt, dass wir ins Pokalfinale einziehen wollen.“ Mit diesem Fixpunkt vor Augen müsse seine Mannschaft in die Partie gehen.

Denn Larifari kann den Traum schnell wie eine Seifenblase platzen lassen. Erst recht, weil Leipzig kein gewöhnlicher Amateur-Klub ist. Deshalb überließ Magath nichts dem Zufall. „Wir haben die Leipziger sehr intensiv beobachtet.“ In Tests und Training. Die gewonnenen Aspekte über die Bullen impfte der Trainerstab den Wölfen ein. Dennoch bestehe immer die Möglichkeit der Überheblichkeit, meint Magath. „Als Spieler glaubt man, dass man die richtige Einstellung schon findet. Trotzdem zeigt sich oft, dass es zu verlockend ist, sich ein wenig zurückzunehmen.“ Er hofft, die Wachsamkeit seiner Schützlinge ausgelöst zu haben.

Mit dabei in Leipzig ist Wolfsburgs neuer Nationalspieler Christian Träsch. Doch steht er auch in der Startelf? „Durchaus wahrscheinlich“, ließ Magath durchblicken. Träsch selbst fühlt sich fit und meint zum Stimmungsbild beim VfL: „Alle sind heiß, die Saison endlich anzugehen.“

Wer die Zehn besetzen wird, entscheidet der Coach kurzfristig. Mateusz Klich jedenfalls nicht. Der polnische Youngster sei „vom Rhythmus her noch nicht weit genug für die Bundesliga“ und spielt vorerst in der Zweiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare