Magath sauer: VfL-Spieler auf Egotrip

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Felix Magath war nach der abstiegsreifen Vorstellung seiner Spieler restlos bedient und ließ kein gutes Haar an ihnen.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Des Magiers Glanz ist verblasst, der vermeintliche Retter in höchster Not weiß nicht mehr so recht weiter. Felix Magath wirkte nach dem 2:2 gegen St. Pauli hilflos und knöpfte sich seine Spieler vor. Allen voran Diego.

Erhöhtes Trainingspensum, taktische Veränderungen, ein Kurz-Trainingslager und ab und an ein paar verbale Streicheleinheiten. Trotzdem taugt der von Magath aufgespannte Rettungsschirm kaum etwas (drei Remis, eine Niederlage). Der Heilsbringer war am Sonnabend mit seinem Latein am Ende. „Wenn man so will, habe ich nicht das Richtige erreicht.“

Die Schuld lud Wolfsburgs Hoffnungsträger auf den Schultern seiner Spieler ab. Hauptvorwurf: Das Team ist kein Team, sondern eine Ansammlung von Individuen, die kollektive Qualitäten gänzlich vermissen lassen. „Wir haben zu viele Spieler, die zu sehr auf die eigene Leistung schauen, anstatt die Mannschaft im Blick zu haben. Die Spieler sind mit sich selbst beschäftigt, jeder macht im Grunde was für sich.“

Eine schallende Ohrfeige, die sich speziell gegen Diego richtete. Abgesehen von einem Pfostenschuss und einer Ballverlängerung zum 1:0 fiel die brasilianische Diva nicht weiter auf und wurde vorzeitig ausgewechselt. Diegos Pässen fehlte die Genauigkeit, er rannte rauf und runter, aber selten mit Zug zum Tor, umso häufiger Richtung Seitenlinie. „Man hat die Unsicherheit gesehen. Er war der unsichere Mann“, kritisierte Magath und feuerte ein paar Pfeilspitzen auf die Mannschaft, die dem Abstiegskampf nicht gewachsen ist und der 2. Liga entgegentaumelt. „Ich gehe davon aus, dass Menschen denken und Dinge reflektieren.“

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