Magath reagiert mit Ironie auf Lahm-Kritik

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Über die Vorwürfe von Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm kann VfL-Coach Felix Magath nur müde lächeln.

dpa/ib Wolfsburg. Felix Magath gilt als harter Hund. Gestern aber reagierte der Trainer des VfL Wolfsburg relativ milde und mit Ironie auf die Kritik von Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm an seinen Trainingsmethoden.

„Soll ich mir graue Haare wachsen lassen, wenn jemand, dem ich zum Bundesligaspieler verholfen habe und der im bezahlten Fußball zuvor noch keine Rolle gespielt hat, eine Meinung vertritt – so fundiert sie auch sein mag...“, sagte Leitwolf Magath, als er auf die Vorab-Veröffentlichung von Lahms Buch „Der feine Unterschied“ angesprochen wurde.

In dem Buch, das am Montag in den Handel geht, hatte Lahm die Arbeitsweisen seiner Ex-Trainer Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Rudi Völler und eben Magath kritisiert. Über „Quälix“, der Lahm 2003 beim VfB Stuttgart das Bundesligadebüt und den Durchbruch als Profi beschert hatte, schreibt der Münchener Abwehrspieler unter anderem, dass der Erfolgstrainer in erster Linie mit Druck arbeite und ein wenig angenehmes Arbeitsklima schaffe. „Einige Profis lassen sich von dem Druck, den der Trainer ausübt, auch nicht mehr beeindrucken. Seine Tricks greifen nicht mehr, man kennt sie schon“, erinnert Lahm in seinem Buch an die Situation, als Magath 2007 bei den Bayern entlassen wurde.

Magath reagierte darauf gestern vor seinem spöttischen Kommentar zunächst gespielt gleichgültig. „Ich weiß nicht, was sie als Kritik ansehen. Bücher werden geschrieben, um sie zu verkaufen. Deshalb muss auch etwas drin stehen...“

Andere Trainer zeigten sich empört. Deshalb ruderte Lahm gestern übrigens zurück und entschuldigte sich für einige Passagen.

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