Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg steht nach unterhaltsamem 2:1 gegen Dortmund vor Vize-Titel

Das macht Lust auf „geiles Finale“

Elfmeter! Der VfL Wolfsburg (r. Diego Benaglio) und Borussia Dortmund (Kevin Kampl) lieferten sich Torraumszenen en masse.
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Elfmeter! Der VfL Wolfsburg (r. Diego Benaglio) und Borussia Dortmund (Kevin Kampl) lieferten sich Torraumszenen en masse.

dpa/ib Wolfsburg. Wenn das der 1:1-Maßstab für das DFB-Pokal-Endspiel in gut zwei Wochen war, dann können sich speziell die Fans des VfL Wolfsburg, im Grunde aber ganz Fußball-Deutschland auf einen höchst unterhaltsamen Berlin-Abend freuen.

Der kurzweilige 2:1-Erfolg der Wölfe im Heim-Finale gegen Borussia Dortmund weckte ungemein die Vorfreude auf das Wiedersehen am 30. Mai.

Nachdem Jürgen Klopp beim Referee Marco Fritz seinen Dampf abgelassen hatte („Der Schiedsrichter hat ein überragendes Spiel gemacht, aber in drei Situationen daneben gelegen“), brach auch beim BVB-Coach der Heißhunger auf die baldige Neuauflage aus: „Das wird ein geiles Finale.“ Fast deckungsgleich die Worte seines Wolfsburger Kollegen Dieter Hecking: „Wenn das der Vorgeschmack auf das Pokalfinale war, wird es ein geiles Endspiel.“ In der Tat boten beide Teams erstklassigen Fußball mit höchstem Tempo.

Im drittletzten Spiel mit Klopp auf der Bank konnten sich die Dortmunder bei der Generalprobe für das Pokalfinale keinen Punkt sichern und müssen weiter um die Europa League bangen. Die ausgewiesene Heimmacht VfL indes benötigt in Köln nur noch einen Zähler für den Vizetitel.

Die Dortmunder spielten in der ersten Hälfte mutig nach vorne und hatten mehr Ballbesitz. Doch die besseren Chancen besaßen die von Kevin de Bruyne angetriebenen Gastgeber, die in Halbzeit zwei dominierten. „Es hat sich ein Schlagabtausch entwickelt, der überragend war“, so Hecking.

Vorlagen-König de Bruyne (21 Assists, siehe Text unten) leitete das Blitz-1:0 durch Daniel Caligiuri ein (1.) und hätte zur spielentscheidenden Figur werden können, wenn auch Bas Dost seine nunmehr wohl aussichtslose Jagd auf die Torjäger-Kanone fortgesetzt hätte. Der niederländische Torjäger konkurriert im Endspurt vor allem mit den verletzten Alexander Meier (Frankfurt) und Arjen Robben (München) und wurde von seinen Mitspielern immer wieder gesucht. Doch Dost vergab die Vorlagen großzügig. Wie es besser geht, zeigte Naldo. Der Brasilianer staubte zum 2:1 per Drehschuss ab (49.), nachdem der BVB den Ball im Anschluss an einen Ecke nicht aus der Gefahrenzone bekam.

Beim BVB sorgte am ehesten Henrik Mkhitaryan für Gefahr, während Shinji Kagawa blass blieb. Der schnelle BVB-Ausgleich wurde über die andere Seite eingeleitet, als Kevin Kampl sich geschickt in den Zweikampf mit VfL-Keeper Diego Benaglio bewegte und einen Strafstoß herausholte: Aubameyang verwandelte (11.).

Bis auf Naldos siebten Saisontreffer (ebenfalls Rekord), bei dem die Dortmunder passives Abseits witterten, vergaben die Final-Rivalen weitere Topchancen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

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