Macht VfL drei Kreuze hinter Kreuz bei Bayer?

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Szenen wie diese gab es bei Wolfsburgs Gastauftritten in Leverkusen en masse. Erhebt sich der VfL (Ashkan Dejagah) am Sonnabend endlich gegen die Niederlagenserie?

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Es ist ein Kreuz unterm Bayer-Kreuz. 14 Mal ist der VfL Wolfsburg nun schon zu Gastspielen in Leverkusen angetreten. Ertrag fast gleich null. Drei schlappe Remis, kein Sieg: Darauf beläuft sich die ganze Auswärts-Ausbeute seit Aufstieg in die Fußball-Bundesliga für die Wölfe. So gesehen geht es am morgigen Sonnabend (15.30 Uhr) nicht nur um drei normale Punkte. Es geht auch darum, eine pechschwarze Serie aufzuhellen.

„Zuletzt haben wir uns dort nicht gut präsentiert, doch das wollen wir jetzt ändern. Es wird Zeit, da mal zu gewinnen“, bekräftigt Trainer Felix Magath vor dem 15. Wolfsburger Anlauf in Leverkusen. Die Rheinländer können mit Fug und Recht als Auswärts-Angstgegner bezeichnet werden. Aber jede Serie endet irgendwann einmal. Deshalb sieht Magath „gute Möglichkeiten“ auf einen Auswärtssieg, schließlich habe der VfL im Gegensatz zu Bayer kein Champions-League-Spiel in den Knochen stecken. „Wir haben die ganze Woche Zeit gehabt, um uns auf den Gegner vorzubereiten. Das ist sicherlich ein Vorteil“, glaubt Magath. Ein Vorbild ist Köln, das zuletzt 4:1 in der BayArena triumphierte.

Und Magath hat sich auch schon ein Patentrezept zurechtgelegt, um die historische Premiere morgen tatsächlich wahr zu machen. Angesichts der kurzen Regenerationszeit von Bayer nach dem Königsklassen-Kick gegen Genk (2:0) „wollen wir schnell spielen und den Gegner zu Fehlern in der Defensive zwingen“, erklärte der VfL-Coach vor dem Duell Werksklub gegen Werksklub. Wohl gemerkt weiß er auch um die Offensivqualitäten der Bayer-Elf. Ins offene Messer laufen dürfe der VfL nicht. Vielmehr eine Lauer-Haltung einnehmen und im rechten Moment zuschlagen. „Die Leverkusener sind spielerisch stark und offensiv ausgerichtet. Aber das eröffnet uns andererseits auch die Möglichkeit, dies für uns auszunutzen“, sagte Magath.

Grundvoraussetzung sei, dass die Abwehr wie beim 1:0 gegen Kaiserslautern stehe. „Hier haben wir uns deutlich verbessert“, so der Coach. Wobei die Roten Teufel die Wolfsburger Deckung kaum prüften. In Leverkusen dürfte das anders sein. Doch derzeit könne seine Mannschaft Spiele nur über die Abwehr gewinnen, räumte Magath ein. „Noch fehlt uns die Sicherheit im Aufbau nach vorne – mit jedem Sieg werden wir uns weiterentwickeln, vielleicht schaffen wir das schon am Samstag.“

Die große Preisfrage lautet beim rotierfreudigen Rudelführer: Wie gestaltet sich die Startelf? Da Magath ja auf die Extraportion Motivation bei Spielen gegen Ex-Klubs schwört, müsste im Sturm eigentlich erneut Patrick Helmes trotz schwacher Leistung gegen Lautern beginnen. Zumal Konkurrent Srdjan Lakic ebenfalls nicht überzeugte. In der Defensivzentrale ist der rotgesperrte Sotirios Kyrgiakos zu ersetzen. Alles läuft auf Marco Russ hinaus.

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