Fußball – VfL: Erst „Wünsch dir was“-Tore, dann viele Unzulänglichkeiten beim 2:1-Sieg über Rostock

Licht und Schatten bei Glasners Wolfsburg-Premiere

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Offensive Ausrichtung: VfL-Neuzugang Kevin Mbabu (r.) gab den hochgeschobenen Rechtsaußen gegen Rostock.

Wolfsburg – Erst hui, dann pfui: Mit gemischten Gefühlen verfolgte Oliver Glasner am Sonnabend das erste Vorbereitungsspiel des Fußball-Bundesligisten unter seiner Leitung.

Zwar feierte er bei seiner Premiere als Chefcoach mit dem 2:1 (2:0) über den Drittligisten FC Hansa Rostock einen Erfolg, doch die Wölfe überzeugten nur in der ersten Hälfte.

Die Flasche war eher halbvoll: Wolfsburgs Chefcoach Oliver Glasner war zufrieden mit der Premiere. 

Zur Halbzeitpause hatte der Österreicher seinen Schützlingen sogar noch Beifall gespendet. Sichtlich angetan von der Art und Weise, wie sich die Grün-Weißen die 2:0-Führung erspielten. „Beide Tore waren wie ‘Wünsch dir was’“, freute sich Glasner. Seines Zeichens Verfechter des schnellen Umschaltspiels. Genau nach diesem Schema erzielte Matchwinner Felix Klaus seinen Doppelpack (1., 37.). So weit, so gut. Auch die neu erprobte Abwehr-Dreierkette mit Kapitän Josuha Guilavogui als Zentrale (die sich bei Ballbesitz des Gegners mit den Neuzugängen Paulo Otavio und Kevin Mbabu in eine Fünferkette wandelte) stand bis dato sicher. „Ich habe ein paar Dinge gesehen, die wir diese Woche trainiert haben“, meinte der 44-jährige Coach.

Dieser Eindruck sollte sich allerdings nach Wiederbeginn vor 4211 Zuschauern im AOK-Stadion verflüchtigen. Glasner hatte bis auf Youngster Michael Edwards die komplette VfL-Elf ausgetauscht. Vielleicht auch deshalb wurde es „etwas wild“, registrierte Wolfsburgs Dirigent. „Wir haben die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, nicht diszipliniert genug umgesetzt.“ Quittung: Rostock verkürzte durch Korbinian Vollmann (72.) und hatte sogar noch die Ausgleichschance.

Doch Glasner übte Nachsicht. „Dass einiges da noch nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorstellen, ist zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung völlig normal. Ich bin aber auch froh, dass eben noch nicht alles geklappt hat, damit wir in den nächsten Wochen noch etwas zu tun haben. Wir können viel mitnehmen.“ Insgesamt seien aber viele positive Ansätze zu sehen gewesen beim Europa League-Teilnehmer.

Während der Spanier Ignacio Camacho nach langer Verletzungspause sein Comeback bei den Wölfen feierte gegen Hansa, fehlten Jeffrey Bruma (Sprunggelenk) und Admir Mehmedi (Oberschenkelprobleme) verletzungsbedingt.

Für den nächsten Test am Dienstag (15.30 Uhr, AOK-Stadion) gegen den französischen Zweitligisten SM Caen sind auch Xaver Schlager, Felix Uduokhai und Josip Brekalo noch kein Thema – sie alle steigen nach der U21-EM am Mittwoch wieder ins Wolfsburger Training ein.

ib

Statistik

VfL Wolfsburg 1. Halbzeit: Pervan – Knoche, Guilavogui, Edwards – Mbabu, Malli, Gerhardt, Otavio – Klaus, Weghorst, Victor.

VfL Wolfsburg 2. Halbzeit: Menzel – Edwards, Camacho, Ziegele – William, Rexhbecaj, Steffen, Roussillon – Azzaoui, Ntep, Yeboah.

Tore: 1:0, 2:0 Klaus (1., 37.), 2:1 Vollmann (72.).

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