Lazarett-Lichtblick und Ruf nach einer Einheit

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Den BVB in Sachen mannschaftliche Geschlossenheit noch überflügeln: Nur so kann Wolfsburg dem Nonplusultra-Team von Jürgen Klopp heute Paroli bieten.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Hier das mögliche Notaufgebot, da das Nonplusultra der Bundesliga – kann das gut gehen? Yes, sagt Trainer Steve McClaren. Auch wenn Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg personell gebeutelt ist, so stuft der Engländer das heutige Heimspiel gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund (15.30 Uhr) nicht zwangsläufig als „Mission impossible“ ein.

Die Wölfe müssten die „mit Abstand stärkste Mannschaft“ mit deren eigenen Mitteln bekämpfen. Für McClaren ist Dortmunds großes Plus die Geschlossenheit auf dem Platz. „Wer diese Liga, in der jeder jeden schlagen kann, so dominiert, der hat enorme Qualität. Die Dortmunder stehen aber nicht nur wegen der vielen Talente da oben, sondern weil sie als Mannschaft so gut funktionieren.“ Will Wolfsburg also eine Chance gegen den Titelanwärter haben, „dann müssen wir genau das also noch besser machen als sie“, unterstreicht der VfL-Coach. Eng zusammenrücken, ackern, alles versuchen: So lautet McClarens Devise. „Wir müssen so kämpfen wie in den letzten beiden Spielen und Dortmund als Mannschaft die Stirn bieten.“ Immerhin gab’s gestern personelle Hoffnungsschimmer: Der VfL kann Sturm-Neuzugang Mbokani einsetzen. Die Freigabe ist da. Übrigens heißt der Kongolese mit richtigem Vornamen Dieudonné – Dieumerci ist nur ein Spitzname. Und: Die angeschlagenen Grafite, Mario Mandzukic und Sascha Riether absolvierten die komplette Einheit. „Sie sind gut durchs Training gekommen, jetzt muss man abwarten“, sagt McClaren. Simon Kjaer hingegen fällt aus. Stattdessen steht erstmals der A-Jugendliche Florian Hartherz im Kader. Wolfsburg hat nichts zu verlieren, meint McClaren. „Der Druck liegt eher auf dem Gegner, weil er einen großen Vorsprung zu verteidigen hat“, schustert er dem BVB eine eindeutige Rolle zu. Die Konkurrenz aus München oder Leverkusen wartet nur auf einen Ausrutscher der Entflohenen. In bester Außenseiter-Manier beschwört der VfL-Leader die berühmten 110 Prozent Einsatzwillen. „Wenn wir da rausgehen und mit unseren Fans im Rücken das Beste aus uns herausholen, dann können wir es mit dem Spitzenreiter aufnehmen.“ Wobei es in punkto Stimmung auch ein Auswärtsspiel werden könnte. 8000 bis 10 000 Dortmunder werden erwartet! „Eine großartige Nachricht“, grinst BVB-Coach Jürgen Klopp, der wieder auf Torjäger Lucas Barrios setzt. Abwarten, ob er sich nach den 90 Minuten im ausverkauften Hit auch noch so diebisch freuen kann.

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