Für den Hit lassen sie alles stehen und liegen

Ein Superstar zu Gast in Brome: Wolfsburgs Spielmacher Diego bestreitet heute gegen eine FC-Auswahl ein Benefizspiel an der Steimker Straße.

Brome - Von Arek Marud . Wie so häufig fuhr Peter Loeper am Mittwoch vor einer Woche zum Altherren-Training des FC Brome. Nichts ahnend, welcher Kick dort wirklich auf ihn warten sollte. Harald Garzke offerierte ihm den verlockenden Job als Auswahl-Trainer für das Benefizspiel gegen den VfL Wolfsburg am heutigen Donnerstag (17.30 Uhr).

Nicht nur für ihn absolut unwiderstehlich! "Ich war perplex. Aber man sagt natürlich zu, wenn man solch ein Angebot bekommt", musste Loeper keine Sekunde überlegen. Dass FCB-Spartenleiter Harald Garzke ausgerechnet ihn mit dieser Aufgabe bedachte – für den Fußball-Lehrer eine Ehre. Erst recht angesichts des Hintergrunds des Benefizspiels für die Gasexplosions-Opfer. "Ich freue mich riesig darauf, dass ich so dicht dabei sein darf und hoffe, dass es für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis wird." Loeper ist gespannt wie ein Flitzebogen. Auf die Atmosphäre, auf das Spiel, auf die Stars der Wölfe. Wobei er sich besonders auf die Begegnung mit einem Altstar und Weltmeister freut. "Pierre Littbarski mal die Hand zu schütteln, ist eine feine Sache." Für diese einmalige Chance lässt nicht nur der Coach alles stehen und liegen ("Alles ist mit heißer Nadel gestrickt"). Auch die von ihm auserwählten Spieler. Schließlich werde "nicht so schnell wieder die Möglichkeit bestehen, gegen den VfL Wolfsburg zu spielen". Matthias Lausch etwa, den Loeper zu gerne dabei gehabt hätte, versuchte sogar noch händeringend, seinen Urlaubsflieger umzubuchen. Leider vergeblich. Der gebürtige Bromer Christoph Nieswandt reist extra aus Berlin an. "Er hatte die Buschtrommeln schon gehört und auf meinen Anruf gewartet", lacht Loeper. "Christoph meinte, er wäre so oder so gekommen – ich habe ihm gesagt, er soll seine Fußball-Tasche gleich mitbringen…" Getreu dem Motto ‚Ein echter Indianer kennt keinen Schmerz’ lässt sich auch FCB-Stürmer Maik Nicoll das Riesenereignis nicht entgehen. Dabei verletzte er sich am Sonntag beim Altherren-Spiel in der Niedersachsenmeisterschafts-Quali. "Er meinte, dass er die Schmerzen für zehn Minuten ertragen wird", so Loeper. Bromer Beispiele, die unterstreichen, welchen Stellenwert das Benefizspiel gegen Wolfsburg besitzt. Das Gros des Kaders besteht aus aktuellen oder ehemaligen Lokalmatadoren, hinzu kommen Kicker aus den umliegenden Vereinen. Ein bewusster Schachzug von Loeper. Die komplette Samtgemeinde soll heute ihre Solidarität demonstrieren. "Die Leute sollen sich verbunden fühlen", erklärt Loeper. Verbunden mit dem guten Zweck, dem die 90 außergewöhnlichen Minuten dienen. Probleme hatte er nur bei der Besetzung der Torhüter-Position. Da Bromes Keeper Marcel Wiswedel verletzt ist, entschied sich Loeper für Jens Kamieth vom FC Wolfsburg. "Wenn ich zehn Jahre jünger wäre, würde ich mich ja reinstellen. Aber dann hat es ja schon dreimal eingeschlagen, bis ich mich gebückt habe", nimmt sich der Coach selbst auf die Schippe. An das Spiel hat der Tülauer besonders eine Erwartung: "Wichtig ist, das alle Spaß haben." Na klar wünschen sich die Mega-Außenseiter ein achtbares Resultat. Doch ob zweistellig oder nicht, ist für Loeper unerheblich. "Die Spieler müssen sich nicht dolle ärgern, wenn sie durch einen Fehler ein

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