Für Lakic zählt nur das Jetzt

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Würde gern mit dem VfL in der Tabelle abheben: Srdjan Lakic (l.) steht vor einem besonderen Spiel gegen seinen Ex-Klub.

ib Wolfsburg. Srdjan Lakic lebt im Jetzt. Doch vor dem kommenden Heimspiel kommt der Stürmer des VfL Wolfsburg nicht umhin, auch zurückzublicken. Denn Gegner ist nicht irgendwer, sondern sein Ex-Klub 1. FC Kaiserslautern.

Vergangene Saison avancierte Lakic zur Lebensversicherung der Betze-Buben (16 Saisontore), war Kapitän, Führungsspieler. Und doch gab er frühzeitig seinen Wechsel nach Wolfsburg bekannt. Pikant: Fast hätte er seinen künftigen Arbeitgeber mit seinem Tor am 33. Spieltag in die zweite Liga geschossen. „Gegen seinen zukünftigen Verein zu spielen und dann noch ein Tor zu schießen, wenn der Club in Abstiegsgefahr ist, ist schon ein komisches Gefühl“, sagt der 27-Jährige rückwirkend. Deshalb verzichtete er bewusst auf Jubel.

Doch wie verhält er sich, wenn er am Sonnabend den Spieß umdreht und als Wolf gegen die Roten Teufel trifft? „Ich hatte eine tolle Zeit in Kaiserslautern, dafür bin ich dankbar. Aber das ist Vergangenheit und zählt nicht mehr“, betont Lakic. Heißt: Zurückhalten wird er sich nicht. Für die 90 Minuten werden alle alten Seilschaften ausgeblendet, der Kroate fokussiert sich voll und ganz auf seine Rolle beim VfL. Denn der will und muss „unbedingt gewinnen“.

Noch läuft es bei den Wölfen und auch bei Lakic nicht rund. Sein Saison-Konto ist noch leer. Der Mann im Fokus bleibt ruhig. „Jeder, der Fußball kennt, weiß, dass nach einem Wechsel nicht gleich alles klappt.“ Er ist sich sicher: „Meine Tore werden noch kommen.“ Platzt der Knoten ausgerechnet gegen die alten Kumpels?

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