Lakic und Koo froh – Helmes nicht...

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Happy End: Srdjan Lakic hat grünes Licht für eine Ausleihe zu 1899 Hoffenheim bekommen.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Was für ein irrer Transfer-Endspurt in Wolfsburg! In den letzten Stunden und Minuten vor Ablauf der Winter-Wechselperiode überschlugen sich am gestrigen Dienstag die Entwicklungen rund um den VfL nur so. Aus dem Mega-Coup mit Lucas Barrios wurde nichts. Dafür dünnte VfL-Coach Felix Magath seinen aufgeblähten Kader zumindest noch etwas aus. Drei Akteure gingen – alle auf Leihbasis. Ein anderer teurer Bankdrücker namens Patrick Helmes indes muss seine Zeit in Wolfsburg absitzen.

Im Fall Srdjan Lakic gab es doch ein Happy End. Nachdem der Wechsel zu 1899 Hoffenheim am Sonntag aus finanziellen Gründen eigentlich schon als gescheitert galt, einigten sich der VfL und die Kraichgauer doch noch auf eine „für alle Seiten vorteilhafte Lösung“, sagte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp. „Felix Magath hat letztendlich grünes Licht gegeben.“

Vorausgegangen war ein zwölfstündiger Verhandlungs-Marathon über den Edelreservisten! Per Telefonkonferenz mit VW-Boss Martin Winterkorn und VfL-Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz schlossen beide Seiten schließlich ein Agreement auf allerhöchster Ebene. Über die Modalitäten wurde nichts bekannt. Aus Wolfsburg hieß es zum Transfer des Angreifers: „Im Fall Lakic kam der VfL dem Wunsch des Spielers nach mehr Einsatzzeiten entgegen.“

Die Überraschung des Tages war der vorübergehende Abschied von Koo Ja-Cheol! Der Südkoreaner sucht bis Saisonende sein Glück beim Aufsteiger FC Augsburg. Zuvor waren interessierte Klubs wie Hannover 96 oder der Hamburger SV bei den Wölfen noch abgeblitzt. FCA-Manager Andreas Rettig ist froh über den Zuschlag: „Wir hatten vor einiger Zeit bereits Interesse an einer Verpflichtung des Spielers, damals hat es leider nicht geklappt. Umso schöner ist es, dass sich der Transfer nun doch noch auf den letzten Drücker hat realisieren lassen.“ Koo selbst zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Ich werde alles geben, damit wir am Saisonende mit dem FCA den Klassenerhalt feiern können.“

Ganz vorne auf der Abschussliste stand Innenverteidiger Sotirios Kyrgiakos. Und auch der Grieche wurde vorerst leihweise woanders geparkt: Am Abend stellte der englische Klub AFC Sunderland den 32-Jährigen als Neuzugang vor.

Im Sande verlief hingegen die Offerte von Zweitligist Eintracht Frankfurt für den bei den Wölfen aussortierten Patrick Helmes. Bis zum Schluss hatte der Club aus der Main-Metropole um den Stürmer gekämpft und noch einmal sein ohnehin schon ausgereiztes Angebot nachgebessert. Vergebens. Magath hatte erklärt, dass er keine Veranlassung sehe, Spieler unter Marktwert zu verkaufen. Offenbar bot Frankfurt nicht genug. „Der Wechsel ist an den unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen gescheitert“, sagte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen. „Wir haben ein Angebot abgegeben, es hat viele Gespräche gegeben, aber am Ende hat sich nichts bewegt.“

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