Fußball – Bundesliga: Ivica Olic rettet Wolfsburg ein spätes 1:1-Unentschieden bei TSG 1899 Hoffenheim

VfL läuft noch nicht wie Schweizer Uhrwerk

+
Gleich schlägt es ein: Hoffenheims Angreifer Anthony Modeste überwindet VfL-Schlussmann Diego Benaglio, der erstmals wieder im Wolfsburger Tor stand.

dpa/ib Hoffenheim. Anders als beim Geburtstagsgeschenk für Cheftrainer Dieter Hecking (siehe Text unten) greift beim VfL Wolfsburg noch nicht jedes Rädchen ins andere.

Auch nach dem dritten Spieltag in der Fußball-Bundesliga wartet der Europa League-Starter immer noch auf den ersten Sieg, verhinderte durch ein Last-Minute-Tor von Ivica Olic (89. ) aber zumindest den Worst Case beim 1:1 (0:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Nur eine mäßige Generalprobe für den Start auf der internationalen Bühne am Donnerstag beim FC Everton.

Anthony Modeste (56.) hatte vor 23 813 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena die Führung für die Kraichgauer erzielt, die weiter ungeschlagen dastehen. Das Spiel verloren die Wölfe zwar nicht, dafür aber Josuha Guilavogui, der nach seiner Einwechslung nur 17 Minuten für den Gelb-Roten Karton benötigte...

Der deutsche Meister von 2009 nutzte die Schlussphase, als Hoffenheims Abwehrchef Ermin Bicakcic nur noch angeschlagen über den Rasen humpelte und 1899 nicht mehr wechseln konnte. „Das war eine außergewöhnliche Situation, da mussten wir eine gravierende Umstellung machen“, erklärte TSG-Trainer Markus Gisdol.

Beim VfL hütete Diego Benaglio nach überstandener Virusinfektion erstmals wieder das Tor. Der Schweizer bekam in einer munteren Partie gleich zu Beginn ordentlich zu tun gegen angriffsfreudige Hoffenheimer, bei denen Modeste für Kevin Volland (Trainingsrückstand nach Rückenbeschwerden) stürmte.

Sejad Salihovic hatte die erste Chance nach herrlichem Zuspiel von Modeste und scheiterte an Benaglio (8.). Die Anfangsoffensive der Gastgeber aber war nach einer Viertelstunde fast schon verpufft. Im Laufe der ersten Halbzeit musste sich die TSG immer mehr das Wolfsburger Spiel aufdrängen lassen.

Mit energischen Einzelleistungen brachten sich Daniel Caligiuri (17.), Kevin de Bruyne (25.), Olic (30.) und Junior Malanda (33.) in vielversprechende Schusspositionen und die TSG in Schwierigkeiten. Pechvogel Malanda gehörte trotz seiner peinlichen Fehlschüsse gegen Bayern und Frankfurt zur Anfangsformation, ebenso wie der zuletzt formschwache Ex-Hoffenheimer Luiz Gustavo.

Gas geben hieß es für die Hoffenheimer auch nach Wiederanpfiff. Mit einem gefährlichen Kopfball von Roberto Firmino meldete sich die TSG zurück – Maximilian Arnold rettete auf der Torlinie. Ausgerechnet der zuvor meist glücklose Modeste war bei einem abgefälschten Schuss von Kapitän Andreas Beck zur Stelle – 1:0.

Bitter für die bis dahin überzeugenden Wölfe. Zumal de Bruyne kurz darauf frei vor Torhüter Oliver Baumann den Ball übers Tor schoss. Hecking setzte mit Aaron Hunt und später Nicklas Bendtner alles auf eine Karte. All-in. Das wurde belohnt. Wobei Sebastian Jung Sekunden vor dem Abpfiff auf der Torlinie das Remis rettete.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare